Elektroautos – Technik, Preise & Modelle im Vergleich

In diesem Artikel beleuchten wir die Technik, Vorteile und einzigartigen Eigenschaften, die E-Autos zu einem Gamechanger machen.

Das Wichtigste in Kürze

Elektroautos fahren mit Elektromotor – dadurch erzeugen sie keine Emissionen während der Fahrt.

Die Kosten für E-Autos hängen stark vom Modell ab – Förderungen sind für viele Fahrzeuge verfügbar.

Moderne E-Autos gibt es von vielen Herstellern. Aspekte wie Reichweite, Akkugröße und Ladetechnik sind wichtige Faktoren für die Kaufentscheidung.

Wie klima- und umweltfreundlich E-Autos sind, hängt vom genutzten Strom ab. Besonders emissionsarm ist es, das Auto mit eigenem Solarstrom zu laden.

Die Geschichte der Elektroautos reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück.

Elektromotoren sind deutlich haltbarer als Verbrenner.

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Was ist E-Mobilität?

E-Mobilität steht allgemein für die Fortbewegung mit Hilfe von Elektromotoren. Elektroauto, E-Scooter, E-Bike – sie alle bieten Mobilität auf Basis eines stromgetriebenen Antriebs. Der Vorsatz „E“ für „Elektro“ verdeutlicht, dass sich diese Antriebsart von anderer Technik unterscheidet – er dient insbesondere zur Abgrenzung von Verbrennermotoren. Im Gegensatz zu Verbrennern arbeiten Elektromotoren leise und emissionsfrei.

Was ist ein E-Auto?

Die Abkürzung E-Auto steht für Elektroauto und der Name verrät bereits viel. Es handelt sich um ein Fahrzeug mit Elektromotor. Ein rein batterieelektrisches Fahrzeug benötigt keinen Kraftstoff, um zu fahren, und stößt auch keine Abgase aus. Stattdessen verfügen diese E-Autos über einen Stromspeicher und werden mit Strom aus dem Netz oder von der Photovoltaikanlage geladen. Eine etwas andere Variante des E-Autos ist das Wasserstoffauto. In der Brennstoffzelle entsteht ebenfalls Strom, der den Motor antreibt. Allerdings gibt es hier keine Batterie, sondern einen Tank: Hier wird Wasserstoff als Antriebsquelle gelagert.

Warum ein Elektroauto?

Die Erfindung des Elektroautos liegt weiter zurück als häufig angenommen. Das erste elektrisch betriebene Automobil wurde bereits 1881 gebaut und stand in Konkurrenz zum Verbrennungsmotor. Dass sich vorerst die Verwendung von Benzin statt Strom durchsetzte, lag an verschiedenen Faktoren. Benzin war günstiger und einfacher zu handhaben als Strom. Vor allem aber war die Reichweite von Elektroautos viel geringer und das „Tanken“ komplizierter als bei Verbrennern. Diese Vorherrschaft des Verbrenners hielt ein gutes Jahrhundert an. Mittlerweile hat sich der Trend umgekehrt.

Aber warum ein Elektroauto statt eines Verbrenners wählen? Zunächst konnten viele Nachteile wie die geringe Reichweite und lange Ladezeiten kompensiert werden. Zugleich bietet das Elektroauto Vorteile gegenüber Modellen mit Otto- oder Dieselmotor. Der wohl bedeutendste ist die Tatsache, dass bei der Fahrt keine klima- und umweltschädlichen Abgase wie CO2 entstehen. Wenn Du Deinen Strom aus regenerativen Quellen beziehst – zum Beispiel aus einer Photovoltaikanlage – werden diese Gase auch nicht bei der Herstellung des Stroms freigesetzt. Diese Tatsache ist ein entscheidender Motor der Mobilitätswende.

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Klima- und Umweltfreundlichkeit sind jedoch nicht die einzigen Vorteile, die ein Elektroauto bietet. Weitere Vorzüge sind:

  • Weniger Verschleiß der Technik: Elektromotoren sind haltbarer als Verbrenner
  • Weniger Lärm, da Elektroantriebe deutlich leiser sind
  • Keine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Erdöl
  • Unkomplizierte Motortechnik, einfacher in der Wartung

Wie funktioniert ein Elektroauto?

Ein Elektroauto funktioniert zunächst einmal sehr ähnlich wie Autos mit Verbrennermotor. Die einzigen wirklich erkennbaren Unterschiede von außen sind der fehlende Auspuff und der geschlossene Kühlergrill – Elektromotoren brauchen keine Luftkühlung, daher sind die Rippen für weniger Luftwiderstand geschlossen.

Deutliche Unterschiede bestehen in Hinblick auf den Motor, das Getriebe und den Tank. Unter der Motorhaube – teilweise auch am Heck – befindet sich der kompakte Elektromotor. Die Bewegung entsteht hier nicht durch Verbrennung, sondern elektromagnetisch. Eine Besonderheit: Die Drehzahl der Motoren von E-Autos kann bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute betragen – und das ohne spürbaren Kraftverlust. Dadurch ist es nicht nötig, den Gang zu wechseln. Elektroautos funktionieren daher mit zwei Pedalen: Gas und Bremse.

Ein zweiter wichtiger Aspekt in Hinblick auf die Funktionsweise ist der Stromspeicher. E-Autos haben keinen Benzintank, sondern Batterien. Diese werden an einer Ladesäule, einer Wallbox oder an der Steckdose geladen.

Ansonsten funktioniert die Steuerung genau wie bei Verbrennern. Auch die Ausstattung ist ähnlich, wobei viele Marken ihre Elektroautos mit besonderen Extras ausstatten, etwa mit Unterhaltungselektronik für die Beifahrer*innen und zahlreichen Funktionen zur Fahrunterstützung.

Fahrzeugtechnik von einem Elektroauto

Die Fahrzeugtechnik eines Elektroautos ist spannend, denn vom Antrieb über die Batterie bis zur Ladetechnik sind die Komponenten von vielen Innovationen geprägt.

Antrieb

Ohne Antrieb kein Auto – klar. Beim Elektroauto befindet sich der Elektromotor in der Regel an der Vorderachse, seltener an der Hinterachse. Geregelt wird der Motor über eine elektronische Steuertechnik. 

Modelle mit Dual Motor haben Motoren an beiden Achsen, was die Performance steigert. Ein Motor treibt die Vorder-, der andere die Hinterachse an. Dadurch beschleunigt der Wagen schneller, hat allerdings auch ein höheres Gewicht und der Stromverbrauch steigt. Aus Umweltsicht wird ein Dual Motor daher eher kritisch betrachtet. 

Energiespeicher

Die Batterie ist ein unverzichtbares Bauteil im Elektroauto. Bei den meisten aktuellen Modellen befindet sie sich im Unterboden zwischen den Achsen. Dieser Aufbau wird auch als Skateboard-Typ bezeichnet, weil die Unterkonstruktion aus Batterie, Achsen und Reifen an ein Skateboard erinnert.

Bei der Batterie gibt es viele Unterschiede zwischen Fahrzeugen verschiedener Bauart. Für Fahrer*innen besonders interessant ist die Kapazität in Kilowattstunden (kWh). Je mehr elektrische Energie die Batterie aufnehmen kann, umso höher ist die Reichweite bei sonst gleichen Bedingungen.

Gut zu wissen

Haben Elektroautos eine Batterie oder einen Akku? Beides ist richtig. Akkus sind wiederaufladbare Batterien, sie sind also eine spezielle Bauform. Batterie ist hingegen der Oberbegriff für elektrochemische Stromspeicher.

Technologie zum Brandschutz

Elektroautos fangen leicht Feuer? Dieses Vorurteil rührt noch aus den Anfängen der Technik – und war schon damals nicht zutreffend. Der Deutsche Feuerwehrverband sieht keinen Unterschied bei Verbrennern und E-Autos in Hinblick auf die Gefährdung durch Brände.

Grundsätzlich besteht in beiden Fällen – bei E-Autos und Verbrennern – Brandgefahr bei Unfällen. Bei E-Autos sind die Batterien der Grund dafür. In geladenem Zustand sind sie reaktiv, da Energie darin gespeichert ist. Um Brände zu verhindern, gibt es verschiedene Technologien zum Brandschutz. Ganz wichtig ist der Schutz vor mechanischen Einwirkungen. Der wird ganz klassisch durch verstärkte Bauteile realisiert.

Ebenfalls wichtig ist die Überwachung des Ladevorgangs – jedes Modell verfügt serienmäßig über entsprechende Technologie. Gerade bei hohen Strömen kann es passieren, dass sich der Akku erwärmt. Eine Kühlung verhindert Überhitzung, sodass auch hier keine Brandgefahr besteht.

Ladetechnik

Auch wenn es ein kleines Detail ist, wurde der Tankvorgang für Autos über Jahrzehnte optimiert – zum Beispiel durch die Rückführung von Kraftstoffgasen. Bei Elektroautos ist der Ladevorgang ebenfalls ein zentraler Aspekt, allerdings mit ganz anderen Voraussetzungen. Ziel ist es hier, die Akkus in möglichst kurzer Zeit zu laden. Grundsätzlich gibt es dafür zwei Ladetechniken:

  • AC-Laden
  • DC-Laden

Warum gibt es diese Unterschiede? Jede Batterie wird mit Gleichstrom (DC = Direct Current) geladen. Das Stromnetz liefert jedoch Wechselstrom. Also muss der Wechselstrom über einen Gleichrichter in Gleichstrom gewandelt werden.

Foto: scharfsinn86/stock.adobe.com

Das AC-Laden wird auch als On-Board-Ladetechnik bezeichnet. Hierbei fließt Wechselstrom ins Auto und wird dort von der Ladetechnik in Gleichstrom gewandelt. Das funktioniert bei allen aktuellen Modellen.

Beim DC-Laden ist der Gleichrichter in der Ladesäule verbaut. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Der Strom kann direkt in die Batterie fließen, wodurch höhere Ladeströme möglich sind. DC-Ladesäulen werden daher als Schnellladesäulen bezeichnet – zum Beispiel der bekannte Supercharger von Tesla. Allerdings kann nicht jede Batterie die hohen Ladeströme verarbeiten. Ob Schnellladen möglich ist, hängt daher nicht nur von der Stromquelle ab, sondern auch von der Batterietechnik.

Welche Arten von E-Autos gibt es?

Elektromobilität lässt sich unterschiedlich umsetzen. Mittlerweile gibt es eine Reihe verschiedener Elektroautos auf dem Markt. Im Folgenden erfährst Du mehr zu den Varianten.

Batterieelektrische Fahrzeuge

Batterieelektrische Fahrzeuge sind mittlerweile das Synonym für E-Autos. Sie verfügen über einen großen Stromspeicher und fahren rein elektrisch. Die Industrie unterscheidet zwischen dem „normalen“ Battery Electric Vehicle (BEV) und dem Battery Electric Vehicle mit Range Extender (BEV-Rex).

Beim E-Auto mit Range Extender ist ein Verbrennungsmotor integriert. Der treibt jedoch nicht das Auto, sondern einen Generator an – und zwar nur dann, wenn die Batterie entladen ist. Der Extender ist gewissermaßen ein „Notstromaggregat“ für das E-Auto, der die Reichweite verlängert. Da die Preise für Akkus mit großer Kapazität tendenziell sinken, wird die Range-Extender-Technologie in Zukunft vermutlich nur selten eine Rolle spielen, zumal sie konstruktiv aufwendig ist.

Hybridfahrzeuge

Neben den rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen gibt es Hybridautos. Sie haben einen Elektro- und einen Verbrennungsmotor. Beide werden dazu genutzt, um das Auto anzutreiben.

Beim reinen Hybrid Electric Vehicle (HEV) ist es so, dass der Strom für den Elektromotor aus überschüssiger Bewegungsenergie gewonnen wird. Was heißt das? Wenn Du mit einem solchen Hybridfahrzeug bremst oder Dich ausrollen lässt, produziert ein Dynamo Strom. Der wird gespeichert und später genutzt, um den Elektromotor zu betreiben. Dieser kommt vor allem bei niedriger Geschwindigkeit zum Einsatz, etwa beim „spritfressenden“ Anfahren. So sinkt der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu Verbrennern modellabhängig um einige Liter pro 100km.

Daneben gibt es das Plug-in Hybrid Electric Vehicle (PHEV), häufig einfach als Plug-in-Hybrid bezeichnet. Diese Modelle haben einen größeren Akku als die Hybridautos. Die Kapazität reicht aus, um je nach Fahrzeug und Fahrweise 100 – 200km zu fahren. Um die Batterie zu laden, wird der Plug-in-Hybrid an eine Ladesäule angeschlossen. Daher auch der Name: plug-in heißt einstecken. Prinzipiell ist es so, dass der Elektromotor das Auto antreibt, solange die Batterie ausreichend Strom liefern kann. Ist sie entladen, springt der Verbrennungsmotor an.

Brennstoffzellen-Fahrzeug: Fuel Cell Electric Vehicle (FCEV)

Brennstoffzellenautos fahren ebenfalls mit Strom, der hier jedoch direkt an Bord erzeugt wird – in der Brennstoffzelle. Mehr zu dieser Technik findest Du im Abschnitt Wasserstoff.

Welche Modelle von E-Autos gibt es?

Wurde die Technik anfangs noch belächelt, hat mittlerweile so gut wie jeder Hersteller Elektroautos im Sortiment. Dadurch hast Du eine große Auswahl, wenn Du ein E-Auto kaufen möchtest. Die folgende Übersicht stellt einige der bekanntesten Modelle vor.

Tesla Model Y

Tesla ist als Pionier für Elektroautos international bekannt. Zu den gefragtesten Fahrzeugen gehört das Model Y, das als Kompakt-SUV klassifiziert wird. Es bietet Platz für bis zu 5 Personen und einen vergleichsweise hohen Aufbau. Auch wenn der Endpreis von
der Ausstattung abhängt, ist das Model Y in der Regel deutlich günstiger als ein Model X
mit ähnlichem Leistungsspektrum. Außerdem gibt es ein Model Y Long Range mit größerer Batterie für mehr Reichweite.

Volkswagen ID.3

Der Volkswagen ID.3 wurde 2019 vorgestellt und ist das erste rein elektrische Modell von VW. Das Auto gehört zur Kompaktklasse und wird mit drei unterschiedlichen Batterien angeboten – für kurze, mittlere und lange Reichweite. Entsprechend variieren die Preise.

Polestar 2

Mit der Entwicklung der Elektroautos sind einige neue Hersteller auf den Markt getreten. Dazu gehört Polestar – auch wenn mit Volvo ein erfahrener Fahrzeugbauer maßgeblich am schwedischen Joint-Venture beteiligt ist. Der Polestar 2 ist seit 2020 auf den Straßen unterwegs und wird zu den Mittelklassewagen gerechnet.

Hyundai Ioniq 5

Der Hyundai Ioniq 5 ist ein rein batterieelektrisch betriebenes Crossover-SUV. Testinstanzen heben hervor, dass im Wagen viel Technik für einen vergleichsweise niedrigen Anschaffungspreis verbaut ist. Interessant ist ein Hyundai Ioniq 5 auch noch aus einem anderen Grund: Das Modell unterstützt bidirektionales Laden. Du kannst das E-Auto also als Stromspeicher nutzen, zum Beispiel für Deinen Solarstrom.

Fiat 500e

Der Fiat 500e ist ein elektrischer Kleinstwagen, der auf dem ikonischen Fiat 500 basiert. In Deutschland ist das Modell besonders beliebt, es gehört zu den am häufigsten zugelassenen E-Autos.

Mercedes-Benz EQE

Der Mercedes EQE gehört zusammen mit dem EQS zu den ersten Modellen, die von Mercedes-Benz als reine Elektroautos entwickelt wurden. Der EQE zählt zur Oberklasse und ist preislich mit dem Model X von Tesla vergleichbar. Das Fahrzeug ist als Limousine oder als SUV erhältlich.

Renault Zoe

Der Renault Zoe gehört zu den Pionieren – bereits seit 2013 ist das rein elektrisch betriebene Modell erhältlich. Von den Abmessungen ist der Zoe mit dem Fiat 500e vergleichbar und als Kleinwagen ebenfalls für den Stadtverkehr optimiert.

Was kostet ein Elektroauto?

Ein wichtiger Aspekt bei der Anschaffung ist ohne Frage der Preis für Elektroautos. Was die Modelle kosten, hängt stark von der Ausführung, der Ausstattung und vom Hersteller ab. Allgemein galten batterieelektrische Fahrzeuge früher als teuer, mittlerweile kannst Du jedoch auch E-Autos günstig kaufen. Modelle wie der Fiat 500e sind selbst als Neuwagen für unter 20.000€ auf dem Markt.

Die meisten E-Autos liegen jedoch um 50.000€ Listenpreis. Dafür bekommst Du zum Beispiel einen VW ID.3 oder einen Polestar. Das Model Y ist ebenfalls in diesem Segment angesiedelt. Premium-Modelle wie das Model X oder der EQE kosten hingegen 100.000€ und mehr.

In der Regel gelten folgende Zusammenhänge:

  • E-Autos mit hoher Reichweite sind teurer als Modelle mit weniger Batteriekapazität.
  • Schnellladefähige E-Autos sind teurer als Fahrzeuge, die nur langsam geladen werden können – hier gibt es aber auch Ausnahmen.
  • Viel technische Ausstattung ist teurer in der Anschaffung, zudem benötigt die Technik einen größeren Akku zur Versorgung.

Elektroauto kaufen oder leasen?

Wenn Du ein eigenes Elektroauto fahren möchtest, hast Du bei den meisten Herstellern zwei Optionen: Leasing oder Kauf.

Der zentrale Unterschied ist zunächst die finanzielle Belastung. Beim Kauf benötigst Du je nach Modell 20.000 bis über 100.000€ Kapital. Das ist ein großer einmaliger Betrag. Beim Leasing verteilen sich die Anschaffungskosten hingegen auf mehrere, meist monatliche Raten. Je nach Vertragsbedingungen kannst Du damit ein E-Auto für einige hundert Euro im Monat fahren. Gewissermaßen eine Mischform ist die Finanzierung. Hier kaufst Du das E-Auto mit einem Kredit, den Du an die Bank (in Raten) zurückzahlst.

Menschen, die ein E-Auto anschaffen möchten, beziehen meist aber noch eine weitere Überlegung mit ein: die Haltbarkeit der Batterien. Beim Leasing ist es möglich, das Auto nach Ablauf des Vertrags zu kaufen oder in Zahlung zu geben. Wenn das nach zwei oder drei Jahren der Fall ist, sollte der Akku noch keine alterungsbedingten Schwächen zeigen. Nach einigen weiteren Jahren kann die Kapazität jedoch nachlassen. Dieses Argument spricht für manche gegen einen Kauf. Wie bei jedem Fahrzeug hängt die Alterung jedoch vor allem von der Pflege und der Nutzung ab.

Gut zu wissen

Leasing und Kauf sind nicht die einzigen Optionen, an ein E-Auto zu kommen. Mit dem Auto-Abo gibt es eine dritte Variante – hier zahlst Du mehr als beim Leasing, dafür sind Versicherung, Wartung und mehr inklusive. Solche Verträge eignen sich, um Elektromobilität kennenzulernen.

Worauf sollte ich bei der Anschaffung eines E-Autos achten?

Was ist beim E-Auto wichtig? Klar, es soll Dir gefallen. Daneben gibt es jedoch noch einige objektive Kriterien, die bei der Auswahl eine Rolle spielen.

Warte- und Lieferzeiten bei E-Auto-Modellen

Wenn Du Dein Traumauto gefunden hast, möchtest Du es sicher so schnell wie möglich fahren. Das ist verständlich, bei E-Autos aber noch immer nicht selbstverständlich. Tatsächlich liegen die Wartezeiten in Extremfällen bei bis zu einem Jahr. Welche Modelle gerade wie lange auf sich warten lassen, ist pauschal nicht zu sagen. Erkundige Dich daher beim Hersteller vorab, wann Du Dein E-Auto voraussichtlich ausgeliefert bekommst.

Unser Tipp

Mittlerweile gibt es auch bei E-Autos sofort verfügbare Angebote, zum Beispiel Vorführwagen oder Sondermodelle. Wenn Du auf eine individuelle Konfiguration verzichten kannst, sind solche Varianten sicher interessant.

Förderung & Steuervorteil: Der Umweltbonus

Wie oben beschrieben, haben Elektroautos ihren Preis. Um den Kauf der emissionsfreien Antriebstechnik attraktiver zu machen, gibt es Förderungen – den sogenannten Umweltbonus. Er ist ein gemeinsames Angebot von Herstellern und Staat.

Die Höhe der staatlichen Förderung, die sogenannte Innovationsprämie, hängt vom Listenpreis und dem Jahr der Zulassung und Antragstellung ab. 2023 gibt es bis zu 6.750€ für einen E-Neuwagen. Welche Fahrzeuge förderfähig sind, veröffentlicht das BAFA in einer Liste. Grundsätzlich werden seit 2023 nur noch reine E-Autos und Brennstoffzellen-Fahrzeuge gefördert, und zwar nach folgendem Schlüssel:

  • 4.500€ für Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis bis 40.000
  • 3.000€ für Fahrzeuge mit Nettolistenpreis über 40.000€ bis 65.000
  • Keine Förderung für Fahrzeuge mit Nettolistenpreis über 65.000

Achtung

Der Antrag auf Förderung beim BAFA ist erst nach der Zulassung möglich. Berücksichtige daher die Lieferzeit – rutscht der Termin ins nächste Jahr, können sich die Fördergelder reduziert haben!

Zusätzlich gewähren die Hersteller einen Nachlass beim Kauf. Ihr Anteil am Umweltbonus beträgt die Hälfte der staatlichen Förderung.

In jedem Fall profitierst Du bei Elektroautos von steuerlichen Vorteilen. So fällt die Kfz-Steuer für zehn Jahre weg. Danach gilt eine Steuerermäßigung in Höhe von 50%.

Ein besonderer Steuervorteil für Elektroautos greift bei Firmenwagen. Werden diese privat genutzt, wird normalerweise 1% des Listenpreises monatlich besteuert. Was heißt das? Angenommen, der Listenpreis beträgt 35.000€, dann sind monatlich 350€ zu versteuern. Bei Elektroautos sind es hingegen nur 0,25% des Listenpreises, sofern dieser unter 60.000€ liegt, ansonsten nur 0,5%.

Reichweite und Batteriegröße

Oft entscheidend beim Kauf eines Elektroautos ist die Kapazität der Batterie. Sie wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben und die Spanne reicht von kleinen Ausführungen mit etwa 20kWh bis hin zu großen Batterien mit 100kWh. Wichtig ist diese Größe, weil sie unmittelbar mit der Reichweite zusammenhängt: Je mehr Kilowattstunden zur Verfügung stehen, desto weiter kannst Du mit dem Elektroauto fahren – bei sonst gleichen Bedingungen.

Das heißt im ersten Moment also, dass eine große Batterie praktisch ist. Allerdings bedeutet das auch einen höheren Preis und mehr Gewicht. Tatsächlich ist eine große Batterie mit hoher Reichweite daher nur sinnvoll, wenn Du vorhast, längere Strecken zu fahren.

Gemessen wird die Reichweite eines Elektroautos übrigens nach dem WLTP-Verfahren. WLTP steht für Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure, dahinter steht ein standardisiertes Testverfahren. Es ist stark idealisiert, sodass die angegebene WLTP-Reichweite real so gut wie nie erreicht wird. Gegenwind, häufiges Anfahren und weitere „stromintensive“ Prozesse reduzieren die mögliche Reichweite. Dank der digitalen Anzeigen im Auto hast Du jedoch stets den Überblick, wann eine Ladepause nötig wird. Viele Modelle kalkulieren auf Grundlage Deines individuellen Fahrstils auch eine Rest-Reichweite.

Umweltschutz: Welche E-Auto-Modelle sind nachhaltig?

Der entscheidende Vorteil von Elektroautos ist, dass sie während der Fahrt keine Treibhausgase ausstoßen. Wenn Du Deinen Wagen mit Solarstrom lädst, entstehen auch bei der Stromproduktion keine Abgase – dies ist der Idealfall.

Trotzdem verursacht auch ein E-Auto Emissionen, und zwar im Rahmen seiner Herstellung. Der produktionsbedingte CO2-Fußabdruck von Elektroautos ist sogar größer als der von Verbrennern (ADAC). Dies liegt an der energieaufwendigen Produktion der Batteriezellen.

Grundsätzlich gleichen E-Autos diesen größeren Fußabdruck jedoch durch die eingesparten Emissionen im Fahrbetrieb aus und überkompensieren ihn irgendwann sogar, sodass sie insgesamt umweltfreundlicher als Verbrenner sind. Die Frage ist, wie schnell dies passiert. Das hängt von mehreren Faktoren ab – mehr dazu liest Du im Abschnitt „Wie klima- und umweltfreundlich ist ein Elektroauto?

Einer dieser Nachhaltigkeitsfaktoren, auf den Du schon bei der Anschaffung achten kannst, ist das Fahrzeugmodell: Ein dicker E-SUV mit hoher Performance verbraucht mehr Strom als ein schlankeres Modell. Ist der Strom nicht komplett erneuerbar, fällt hier entsprechend mehr CO2 an. Ist Dir wichtig, dass die Klimabilanz Deines Autos möglichst schnell positiv ist, solltest Du Dich beim Kauf also für ein kleineres, leichteres Modell entscheiden.

E-Autos laden: Wallbox und Ladeinfrastruktur

Um die Batterie Deines E-Autos zu laden, brauchst Du Strom. Zur Versorgung gibt es im Wesentlichen vier unterschiedliche Möglichkeiten.

Laden an der Steckdose

Grundsätzlich kannst Du ein Elektroauto an der Steckdose laden. Alltagstauglich ist diese Variante jedoch nicht. Erstens dauert eine Ladung je nach Kapazität und Akkustand bis über 24Stunden. Zweitens sind die Stromleitungen im Haus nicht für eine solche Dauerbelastung ausgelegt. Dauerhaftes Laden an der Steckdose kann daher zur Überhitzung der Leitung führen, schlimmstenfalls zu einem Schwelbrand.

Laden an der Wallbox

Die Alternative zur Steckdose, um das Auto zu Hause zu laden, ist die Wallbox. Sie liefert 11 oder 22kW Leistung, wodurch die Ladezeit sich deutlich verkürzt. Die Installation übernimmt ein Elektrofachbetrieb – eine Kombination mit Deiner Photovoltaikanlage ist möglich! Erfahre mehr dazu in unserem Ratgeber zu Wallboxen.

Foto: Robert Poorten/stock.adobe.com

Laden an der öffentlichen Ladesäule

Öffentliche Ladesäulen sind so etwas wie kommerzielle Wallboxen. Du findest sie mittlerweile an vielen Standorten. Um sie freizuschalten, nutzt Du eine App oder regelst die Buchung über den Bildschirm. Manche Automodelle kommunizieren auch mit Ladeinfrastruktur verschiedener Anbieter.

Laden an Schnellladesäulen

Schnellladesäulen laden E-Autos mit 50kW und mehr. Klarer Vorteil: Die Ladung dauert nur Minuten statt Stunden. Allerdings sind Schnellladesäulen wie der Tesla Supercharger nicht überall verfügbar. Zudem verarbeiten nicht alle Elektrofahrzeuge hohe Ladeströme. Wenn Dir eine Schnelladefunktion wichtig ist, informiere Dich vor dem Kauf, ob das Fahrzeugmodell dafür geeignet ist.

Wie erreiche ich die maximale Reichweite mit meinem E-Auto?

Wie lange Du mit einer Akkuladung fahren kannst, hängt nicht nur vom Auto und der Strecke ab. Durch Dein Fahrverhalten hast Du viele Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu beeinflussen. Die folgenden Tipps helfen Dir dabei, stromsparend mit dem Elektroauto zu fahren.

Geschwindigkeitssprünge vermeiden

Elektroautos bieten eine hohe Fahrdynamik – sobald Du Gas gibst, macht das Auto einen Satz. Es kann durchaus Freude bereiten, diese Performance zu nutzen, häufige starke Beschleunigungen sind jedoch sehr stromintensiv. Besser ist es, vorausschauend zu fahren und Zwischensprints zu vermeiden.

Rekuperation nutzen

Sobald Du vom Gas gehst, gewinnt Dein E-Auto Strom aus Bewegungsenergie zurück. Du merkst das daran, dass das Fahrzeug gefühlt bremst. Diese Bremswirkung entsteht dadurch, dass ein Dynamo arbeitet. Wenn Du zum Beispiel siehst, dass eine Ampel in einiger Entfernung auf Rot umspringt, kannst Du das nutzen und den Wagen ausrollen lassen. Dabei wird Strom aufgeladen. Manche Fahrzeuge bieten auch eine einstellbare Rekuperation. Auf höchster Stufe wirkt die Stromgewinnung fast wie eine Bremse. Selbstverständlich ist eine entsprechende Nutzung nur dann möglich, wenn der Verkehr dies zulässt.

Geschwindigkeit anpassen

Wie bei Verbrennern gilt auch bei Elektroautos: Hohe Geschwindigkeiten sorgen für einen hohen Verbrauch. Um die Reichweite zu erhöhen, ist es ratsam, nicht schneller als 120 – 130kmh zu fahren.

Gewicht reduzieren

Jedes Kilo Gewicht, das Du nicht mit Dir herumfährst, spart Strom. Es ist daher sinnvoll, Gepäck immer sofort auszuladen.

Unnötige Verbraucher abschalten

Vom Radio bis zur Klimaanlage – jede eingeschaltete Technik in Deinem E-Auto verbraucht Strom. Indem Du auf die Sitzheizung oder eine starke Klimatisierung verzichtest, sparst du Kilowattstunden ein. Besonders energieintensive Komponenten sind die Heizung, die Klimaanlage, die Sitzheizung und große Bildschirme.

Wie klima- und umweltfreundlich ist ein Elektroauto?

Für eine klimafreundliche Mobilität der Zukunft spielen E-Autos eine zentrale Rolle. Doch wie umweltfreundlich sind Elektroautos überhaupt? Hier gibt es mehrere Aspekte zu berücksichtigen.

Produktion

Die Herstellung eines E-Autos kostet Energie. Die Technik, das Blech, der Akku: Sie alle benötigen Ressourcen und sind zum Teil energieaufwendig in der Produktion. Gerade im Bereich der Batterietechnik forschen die Hersteller deshalb aktuell an ressourcensparenden Varianten. Insgesamt ist der produktionsbedingte CO2-Fußabdruck von Elektroautos sogar größer als der von Verbrennern (ADAC). Der Unterschied ist, dass E-Autos – anders als Verbrenner – diesen Fußabdruck durch Einsparungen im Betrieb wiedergutmachen und über ihre Lebenszeit hinweg mehr als ausgleichen.

Foto: jeson/stock.adobe.com

Strom

Einen entscheidenden Einfluss auf die Ökobilanz des E-Autos hat die Art des Stroms, den Du beziehst. Je sauberer der für den Antrieb genutzte Strom, umso schneller ist der produktionsbedingte CO2-Fußabdruck des E-Autos kompensiert. Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken – wie er zum Beispiel im deutschen Strommix zum Einsatz kommt – ist mit Emissionen für die Produktion verbunden. So entstehen zwar beim Fahren keine Abgase, allerdings werden diese an anderer Stelle doch ausgestoßen.

Anders ist es bei der Nutzung von erneuerbaren Energien. Sie bieten emissionsfrei produzierten Strom, etwa aus Wasser- oder Windkraft. Mit einem entsprechenden Tarif stellst Du sicher, dass für Dich nur klimafreundlicher Strom eingespeist wird.

 

Eine besonders umweltfreundliche Option ist die Kombination einer eigenen Photovoltaikanlage mit entsprechender Ladeinfrastruktur bei Dir zu Hause. Eine einfache Variante funktioniert so, dass ein Laderegler das E-Auto immer dann lädt, wenn gerade ein Überschuss an Solarstrom zur Verfügung steht. Mit einem Stromspeicher kannst Du das Auto sogar nachts mit eigenem Solarstrom aufladen.

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Fahr mit uns in eine grüne Zukunft

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Modell

Die Umweltfreundlichkeit von E-Autos ist außerdem modellabhängig. Ideal sind Autos, die Dich mit möglichst wenig Stromverbrauch sicher von A nach B bringen. Im Gegensatz dazu stehen E-SUVs und E-Sportwagen, die schnell beschleunigen, hohe Geschwindigkeiten erreichen, viel wiegen und einen hohen Luftwiderstand haben. Das alles führt zu einem höheren Stromverbrauch. Zwar lassen sich auch die großen Akkus mit Solarstrom laden. Allerdings fehlt der kostbare grüne Strom dann an anderer Stelle. Daher machen solche Modelle den E-Vorteil teilweise zunichte.

Nutzung

Wie bei jeder Technik gilt: Am umweltfreundlichsten ist es, das Auto möglichst lange zu nutzen. Elektromotoren sind dafür prädestiniert. Sie halten im Mittel deutlich länger als Verbrennermotoren – 400.000Kilometer und mehr sind absolut realistisch. Natürlich trägst Du auch durch eine stromsparende Fahrweise und Nutzung zur Nachhaltigkeit bei – zum Beispiel, indem Du auf starke Beschleunigung und hohe Geschwindigkeiten verzichtest und die Klimaanlage nur einschaltest, wenn es wirklich nötig ist.

Recycling & Entsorgung

Beim Recycling von E-Autos funktioniert alles ähnlich wie bei Verbrennern – mit einem Unterschied. Die Batterien stellen eine Herausforderung beim Recycling und bei der Entsorgung dar. Schlimmstenfalls sind sie teurer Elektroschrott, der nicht aufbereitet werden kann. Allerdings forschen weltweit verschiedene Gruppen zu diesem Problem, unter anderen an der RWTH Aachen. Hier wurde ein Verfahren entwickelt, um bis zu 90% der Batteriemetalle zurückzugewinnen.

Fazit

Grundsätzlich sind E-Autos umweltfreundlicher als Verbrenner: Zu diesem Schluss kommt sogar die kritische Nachhaltigkeitsplattform Utopia. Doch wie klimafreundlich sind sie genau? Berechnungen des ADAC ergeben, dass der CO2-Fußabdruck von Batterieautos ab Fahrleistungen von 50.000 – 100.000km ausgeglichen wird – hier gibt es also eine relativ große Spanne. 

Wir alle wissen: Im Kampf gegen die Erderwärmung ist jedes Jahr entscheidend. Ist Dir Klimaschutz wichtig, solltest Du daher ein sparsames Fahrzeugmodell vorziehen, die Energie zum Fahren möglichst aus erneuerbaren Quellen beziehen und auf eine energieeffiziente Nutzung Deines E-Autos achten.

THG-Quote: Geld verdienen mit dem E-Auto

Es gibt tatsächlich eine Option, mit Deinem E-Auto Geld zu verdienen – die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) macht es möglich.

Zum Hintergrund: Firmen, die Mineralölprodukte als Kraftstoff verkaufen, sind gesetzlich verpflichtet, den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren. Eine Möglichkeit besteht darin, Zertifikate zu kaufen. Da Dein E-Auto nur für wenig Emissionen sorgt (der Strommix wird hier zugrunde gelegt), kannst Du Dein Fahrzeug zertifizieren lassen und dieses Zertifikat verkaufen. Die Prämien liegen bei einigen Hundert Euro pro Jahr. Wie hoch genau, hängt vom individuellen Angebot und der aktuellen Nachfrage ab.

Geschichte von Elektroautos

Wie oben kurz erwähnt, ist die Geschichte der E-Autos viel länger, als häufig gedacht wird. Allerdings hat sich die Technik in über 100 Jahren Entwicklungsgeschichte stark gewandelt.

von 1880 – 1910: erste Hochphase

In den frühen Jahren der Automobilindustrie konkurrierten verschiedene Antriebsarten: Dampf, Verbrennungsmotor und Elektromotor. Technisch überlegen war zu dieser Zeit die Variante mit Strom! So kam es, dass um die Jahrhundertwende – relativ betrachtet – viele E-Autos unterwegs waren. Das änderte sich jedoch mit den Erfolgen des Ottomotors.

Nach 1920: drohendes Aus für das Elektroauto

Ab etwa 1920 gab es so gut wie keine Elektroautos mehr. Das hatte mindestens drei Gründe: Verbrenner hatten viel höhere Reichweiten, waren günstiger im Unterhalt und dank Anlasser auch nicht mehr unkomfortabel beim Starten.

Viele Jahrzehnte lang waren Elektroautos nur für Spezialaufgaben gefragt – etwa als Lieferwagen in geschlossenen Werkhallen oder für kurze Transportwege. Dass die eigentlich unkomplizierte und vorteilhafte Technik des Elektromotors keine Chance hatte, den Automobilmarkt zu erobern, lag vor allem an den Batterien. Sie waren schwer, teuer und nicht besonders haltbar.

Seit 2022: neue Generation von Elektroautos

Die Nachteile der Batterietechnik konnten erst mit der Entwicklung moderner Akkus deutlich verbessert werden. Lithium-Ionen-Batterien sind viel leichter als Blei-Akkus und lassen sich häufiger Be- und Entladen als die früher genutzten Nickel-Metallhydrid-Akkus.

Das machte es möglich, Autos mit hoher Reichweite und hohem Komfort zu produzieren, die wettbewerbsfähig sind. Die ersten modernen E-Autos kamen um 1990 auf den Markt – damals noch als Nischenprodukt. Im April 2023 hatten E-Autos in Deutschland bereits einen Marktanteil von 15%.

Welche nachhaltige Alternative zum E-Auto gibt es?

Umwelt- und klimafreundlich fahren – das funktioniert nicht nur mit einem E-Auto in Kombination mit Photovoltaik. Es gibt eine Reihe von weiteren Antriebstechniken. Allerdings ist keine davon so weit verbreitet wie das E-Auto.

E-Fuel

E-Fuel ist der Oberbegriff für synthetische Kraftstoffe. Vereinfacht gesagt, entsteht aus Kohlendioxid, Wasser und Strom eine Art Benzin. Das klingt sehr praktisch, denn damit könnten Verbrenner theoretisch umweltfreundlich fahren. Allerdings ist die Produktion der E-Fuels energieintensiv. Als Folge ist der Wirkungsgrad deutlich geringer als beim E-Auto.

Wasserstoff

Autos mit Wasserstoff nutzen eine Brennstoffzelle. Darin reagieren Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser, wobei elektrischer Strom gewonnen wird. Aus dem Auspuff läuft also nur Wasser und im Inneren arbeitet ein Elektromotor. Getankt wird flüssiger Wasserstoff, eine große Batterie ist nicht notwendig. Das macht die Technik sehr attraktiv. Nachteilig ist, dass es bisher nur sehr wenige Modelle gibt. Auch die Lagerung und die Produktion von Wasserstoff sind Herausforderungen und damit auch die Verfügbarkeit entsprechender Tankstellen.

Gas

Statt mit Benzin können Autos mit Gas betrieben werden. Der Vorteil ist die etwas bessere Bilanz aus Energieumsatz und Ausstoß von Treibhausgasen. Das grundsätzliche Problem bleibt aber bestehen, solange fossiles Gas verbrannt wird: Es entstehen klimaschädliche Gase. Biogas ist zwar verfügbar, aber teuer. Zudem verbraucht die Produktion von Energiepflanzen wertvolle Ackerfläche und Ressourcen.

Beim Gas für Autos gibt es zwei Varianten:

  • Verflüssigtes Gas: Autogas (LPG)
  • Komprimiertes Gas: Erdgas (CNG)

Pflanzenbasierte Antriebsmittel

Ebenfalls interessant sind pflanzenbasierte Antriebsmittel. Die Pflanzen wachsen einfach auf dem Feld, werden geerntet und zu Kraftstoff verarbeitet. Allerdings ist der Ertrag gering und es werden auch hier Ackerflächen und Rohstoffe für den Anbau der Pflanzen verbraucht. Folgende Technologien sind verfügbar.

Bioethanol

Bioethanol wird zum Beispiel aus Zuckerrüben, Zuckerrohr und anderen Rohstoffen gewonnen. Ein Nachteil: Nach der Vergärung muss das Produkt destilliert werden, um eine hochprozentige Ethanol-Lösung zu gewinnen. Das ist energieaufwendig. Zudem kann auf diese Weise nur ein Anteil von 96% Ethanol erreicht werden. Dadurch enthält Bioethanol immer etwas Wasser, welches korrosiv auf Motorteile einwirken kann. Bioethanol wird bereits genutzt. In Super E10 sind zum Beispiel bis zu 10% Bioethanol enthalten.

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Biodiesel

Biodiesel stammt aus Rohstoffen wie Rapsöl, das technisch umgeestert wird. Biodiesel ist in geringem Umfang aus regionaler Produktion verfügbar.

Pflanzenöl

Auch andere Pflanzenöle lassen sich als Kraftstoff nutzen. Zum Teil ist dafür nur eine Umrüstung des Dieselmotors nötig. Diese Variante eignet sich allerdings weniger für die großtechnische Nutzung.

Nils Otto 20. Juni 2023
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Was ist ein Elektroauto?

Ein Elektroauto ist ein Fahrzeug, das von einem Elektromotor angetrieben wird. Damit steht es im Gegensatz zum klassischen Verbrenner. Die meisten E-Autos besitzen eine Batterie als Stromspeicher, jedoch sind auch Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzelle Elektroautos.

Welche E-Autos gibt es?

Es gibt zahlreiche E-Autos auf dem Markt. Die reinen batterieelektrischen Modelle (BEV) machen mittlerweile den Großteil des Angebots aus. Fast jeder Hersteller hat eigene Fahrzeuge entwickelt. Daneben gibt es Hybridfahrzeuge und Plug-in-Hybride. Diese zählen ebenfalls zu den E-Autos und haben zusätzlich einen Verbrennungsmotor.

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