Photovoltaikförderung 2024

Photovoltaik fördern lassen? Eine gute Idee. Erfahre hier, welche Fördermöglichkeiten es 2024 gibt.

Das Wichtigste in Kürze

Förderungen für Anschaffung und Betrieb von PV-Anlagen gibt es vom Bund, von den Ländern und den Kommunen.

Für PV-Anlagen bis 30 kWp zahlst Du bei der Anschaffung 0 %  Umsatzsteuer und keine Einkommensteuer beim Betrieb. 

Auf Bundesebene vergibt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zinsgünstige Kredite.

Über die Einspeisevergütung wird die Erzeugung und Einspeisung von Solarstrom 20 Jahre lang bezuschusst.

Zahlreiche Länder und Kommunen bieten weitere Förderprogramme an.

Wichtig ist, die richtige Reihenfolge einzuhalten – häufig muss der Antrag vor dem Kauf gestellt werden.

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Neue Kombi-Förderung angekündigt

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Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik beschreibt die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom. Das funktioniert ohne Emissionen wie CO2. Eine eigene Photovoltaikanlage (PV-Anlage) lässt sich zum Beispiel auf dem Dach betreiben. Damit unterscheidet sich die Technik erheblich von anderen regenerativen Energiequellen: Wasserkraft und Windkraft erzeugen zwar auch keine Emissionen, sind für den Privatgebrauch aber weniger geeignet. Eine eigene Solaranlage kannst Du hingegen mühelos betreiben. 

Wenn Du mit einer Anschaffung liebäugelst, hast Du verschiedene Optionen. Du kannst eine Photovoltaikanlage kaufen oder mieten. Da die Anschaffung ökologisch sinnvoll ist, gibt es in beiden Fällen verschiedene Förderungen.

Foto: esbobeldijk/Adobe Stock

Was ist eine Förderung?

Eine Förderung ist ganz allgemein eine Unterstützung, die Du erhältst. Bei der Photovoltaikförderung handelt es sich meist um finanzielle Zuschüsse oder Erleichterungen – aber nicht ausschließlich. Du kannst zum Beispiel auch eine Beratung wahrnehmen. Hier besteht die Förderung aus dem Wissenstransfer. Finanziert wird die Förderung von öffentlichen Stellen. Aus verschiedenen Gründen: Die finanziellen Anreize sollen dabei helfen, die Klimaziele der Regierung zu erfüllen. Zudem hilft Photovoltaik dabei, unabhängiger von Importprodukten wie Erdöl und Erdgas zu werden. Für Photovoltaik gibt es gleich mehrere Förderquellen: Förderprogramme vom Bund, von den Ländern und den Kommunen.

Welche Förderungsmöglichkeiten für PV-Anlagen gibt es?

Die Förderung für Photovoltaik in Deutschland erstreckt sich über zahlreiche Programme. Um einen Überblick zu erhalten, ist es sinnvoll, zwei grundsätzliche Varianten zu unterscheiden:

  • Förderung für die Anschaffung der Photovoltaikanlage
  • Förderung für die Erzeugung von Solarstrom

Bei der Förderung für die Anschaffung erhältst Du zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für Deine PV-Anlage. Auch steuerliche Erleichterungen kommen zum Tragen. Dadurch sinken die Investitionskosten und Du hast einen unmittelbaren finanziellen Vorteil.

Von der Förderung für Strom aus Photovoltaik profitierst Du während der gesamten Betriebsdauer Deiner Anlage. Der Vorteil setzt sich zusammen aus Steuervergünstigungen und der Einspeisevergütung.

Die Fördermöglichkeiten für Solaranlagen lassen sich außerdem danach unterscheiden, von wem Du die Unterstützung erhältst. Es gibt Förderungen des Bundes, der Länder und der Kommunen

Welche bundesweiten Förderungen gibt es?

Bundesweit gibt es viele Möglichkeiten, für eine PV-Anlage Förderung zu erhalten. In den folgenden Kapitel stellen wir Dir die einzelnen Möglichkeiten genauer vor. Dazu zählen steuerliche Vorteile,  Einspeisevergütung und Förderungen der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sowie Zuschüsse für Beratungen. Beachte dabei, dass Du viele Anträge auf Förderung vor dem Kauf der Anlage stellen musst, um Geld zu erhalten.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, eine Förderung für Mieterstrom auszahlen zu lassen. Entscheidend ist hier, dass Du Strom an Deine Mieter*innen verkaufst.

Steuerliche Vorteile für PV-Anlagen

Seit 2023 gibt es eine entscheidende steuerliche Neuerung bei der Anschaffung von PV-Anlagen: Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) beim Kauf der Komponenten fällt weg. Damit kannst Du ohne finanzielle Nachteile sofort die Kleinunternehmerregelung nutzen. Das bedeutet, dass auch beim Eigenverbrauch und bei der Einspeisung von Solarstrom keine Umsatzsteuer anfällt. Eine Ausnahme besteht, wenn Du in der Regelbesteuerung bist – dann kannst Du allerdings Vorsteuer geltend machen.

Achtung

Der Nullsteuersatz bei der Anschaffung gilt für Kauf, Lieferung und Installation von Komponenten für PV-Anlagen, dazu zählen zum Beispiel Solarmodule und Wechselrichter. Wallboxen sind hingegen nicht befreit; die Solarmiete nur manchmal – hier kommt es auf die Vertragsgestaltung an.

Eine zweite steuerliche Erleichterung gilt sogar rückwirkend ab 2022: Erträge aus Anlagen bis 30 Kilowatt Peak (kWp) sind von der Einkommensteuer befreit. Das heißt: Du zahlst weder auf Einnahmen aus der Einspeisevergütung noch auf selbst genutzte Kilowattstunden Steuern. Das gilt auch für größere Anlagen auf Mehrparteienhäusern. Hier gibt es eine Obergrenze von 15 kWp pro Haushalt und 100 kWp insgesamt.

Du interessierst Dich weitergehend für das Thema Steuern? Alle aktuellen Informationen dazu findest du in unserem Ratgeber Steuern und Photovoltaik.

Einspeisevergütung

Wenn Du Deine Photovoltaikanlage ans Netz angeschlossen und im Marktstammdatenregister eingetragen hast, erhältst Du eine Vergütung für eingespeiste Kilowattstunden. Es handelt sich dabei um eine Förderung für Solarstrom, die Betreiber*innen für die ökologische Stromproduktion entlohnt. Die Höhe der Vergütung ist für Deutschland einheitlich geregelt. Sie wird Dir vom für Dich zuständigen Netzbetreiber ausgezahlt. 

Wie hoch die Einspeisevergütung ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab – insbesondere der Leistung der Anlage und dem Jahr der Inbetriebnahme. Grundsätzlich sinkt der Preis für eingespeiste Kilowattstunden mit der Zeit; die Dir zustehende Vergütung wird Dir jedoch in unveränderter Höhe 20 Jahre lang ausgezahlt.

Wenn Du Deine Anlage 2023 in Betrieb genommen hast, bekommst Du die mit dem Osterpaket festgelegten Vergütungssätze. Diese gelten noch bis Januar 2024. 

Unser Tipp

Dank des Osterpakets ist es seit kurzem möglich, zwei voneinander unabhängige Anlagen auf einem Dach zu betreiben. Wenn Du Dich bei einer für die Volleinspeisung entscheidest, profitierst Du dafür von der höheren Einspeisevergütung.

Bei Teileinspeisung bekommst Du folgende Vergütung:

  • 8,2 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp
  • 7,1 ct/kWh für Anlagen bis 40 kWp
  • 5,8 ct/kWh für Anlagen bis 100 kWp

Für die Volleinspeisung gelten höhere Sätze. Anders als bei der Teileinspeisung wird der erzeugte Solarstrom hier nicht auch für den Eigenverbrauch genutzt. 

Die Volleinspeisung wird wie folgt vergütet:

  • 13 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp
  • 10,9 ct/kWh für Anlagen bis 100 kWp

Gut zu wissen

Für Anlagen über 10 kWp – also solche, die mehrere Leistungsstufen erreichen – wird die Einspeisevergütung anteilig berechnet. Bei einer Anlage mit 40 kWp entsprechen 10 kWp zum Beispiel 25 % der Leistung und 30 kWp 75 %. Also gilt: (10*8,2 + 30*7,1)/40 = 7,4 ct/kWh.

Abschaffung der 70 %-Regel für Neuanlagen bis 25 kWₚ

Ein Aspekt, den Anlagenbetreiber*innen früher häufig kritisierten, war die 70 %-Regelung. Hierbei wurde die Einspeisung ins öffentliche Netz pauschal unterbrochen, wenn die Anlage 70 % ihrer Nennleistung erreicht. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2023 hat diese Begrenzung für Neuanlagen bis 25kWp abgeschafft. Stichtag war der 14. September 2022: Für Anlagen bis 25 kWp, die danach in Betrieb genommen wurden, gibt es keine Begrenzung. 

Mit dem 1. Januar 2023 ist auch die Begrenzung für Bestandsanlagen bis 7kWp entfallen. Fortan gilt sie nur noch für entsprechende Anlagen mit höherer Nennleistung. Diese Veränderung zählt ebenfalls zu den Förderungen für Photovoltaik, da die Erträge aus Einspeisung im Mittel nun etwas höher ausfallen.

Förderung für Mieterstrom: Verkauf an Mieter*innen

Die Option Mieterstrom richtet sich an Vermieter*innen, die eine PV-Anlage auf oder an ihrer Immobilie installiert haben. Sie haben Anspruch auf Mieterstromzuschlag, wenn

  • der Strom ohne Netzdurchleitung zum Ort des Endverbrauchs gelangt,
  • die Anlage eine Nennleistung von 100 kWp nicht übersteigt
  • und die Nutzer*innen direkt im Gebäude oder im selben Quartier wohnen.

Die Höhe der Förderung ist analog zur Einspeisevergütung vom Jahr der Inbetriebnahme abhängig und wird pro Kilowattstunde gezahlt. 2023 beträgt der Mieterstromzuschlag:

  • 2,67 ct/kWh bei Anlagen bis 10 kWp
  • 2,48 ct/kWh bei Anlagen bis 40 kWp
  • 1,67 ct/kWh bei Anlagen bis 1.000 kWp

 

Unser Tipp

Hast Du weitere Fragen zum Mieterstrom? Du findest ausführliche FAQ beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Erneuerbare Energien Standard (270) der KfW-Bank

Über das Förderprogramm Erneuerbare Energien Standard (270) der KfW kannst Du einen zinsgünstigen Kredit für Deine PV-Anlage und/oder Deinen Stromspeicher beantragen. Die Solaranlagen-Förderung ergibt sich aus der Art des Kredits. Dieser ist im Vergleich zu nicht geförderten Darlehen in der Regel günstiger. Zudem gibt es die Möglichkeit, anfangs tilgungsfreie Jahre zu nutzen. Das bedeutet, Du zahlst während dieser Zeit nur die – vergleichsweise niedrigen – Zinsen und keine Tilgung (Rückzahlung des Kredits). Das verschafft Dir finanzielle Erleichterung, etwa wenn Du ein Haus gebaut hast.

Die Konditionen für den Erneuerbare Energien Standard der KfW im Überblick:

Zinssatzab 4,15 % effektivem Jahreszins
LaufzeitMindestlaufzeit 2 Jahre, maximal 30 Jahre
Tilgungsfreie Jahre1 – 5 Jahre möglich
Fördervolumen100 % Auszahlung, bis zu 50 Millionen Euro

Unser Tipp

Du möchtest Deine PV-Anlage finanzieren? Dann hast Du verschiedene Varianten zur Wahl. Wirf einen Blick in unseren Artikel zur Finanzierung von PV-Anlagen. Dort findest Du alle Optionen mit ihren individuellen Vorteilen im Überblick.

Bevor die KfW Photovoltaik fördert, ist ein Antrag nötig. Den bereitest Du mit dem KfW-Förderassistenten online vor. Wichtig: Deinen eigentlichen Kreditantrag stellst Du über eine Partnerbank – hier kannst Du aus vielen Instituten wählen. Dorthin wendest Du Dich im nächsten Schritt. Je nach Kreditvolumen, Sicherheiten und Einkommenssituation werden die Konditionen unterschiedlich ausfallen.

Dein Kreditantrag wird im Anschluss von der KfW geprüft und von Deiner Partnerbank ausgezahlt, wenn er bewilligt wird. Die Rückzahlung läuft ebenfalls über die von Dir gewählte Bank. Stelle unbedingt sicher, dass der Förderantrag vor Beginn der Baumaßnahmen und vor dem Kauf der Anlage bewilligt ist.

Zuschuss für Beratung zu PV-Anlagen

Förderung gibt es nicht nur für die Anschaffung einer Anlage und die Erzeugung von Solarstrom, sondern auch vorab für die Beratung. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein bundeseinheitliches Programm. 

Für eine Beratung zur energetischen Sanierung wendest Du Dich vor Ort an eine qualifizierte Person aus der Liste des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Im Rahmen der Maßnahme entsteht ein individueller Sanierungsfahrplan, der auch die Installation einer Photovoltaikanlage berücksichtigt. Das Dokument zeigt Dir, ob der Betrieb wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Kosten für die Beratung werden zu 80 % übernommen (maximal 1.300 € für Ein- und Zweifamilienhäuser, maximal 1.700 € für Mehrparteienhäuser). Weitere Informationen findest Du online beim BAFA.

Foto: Goran/Adobe Stock

In wenigen Schritten zur eigenen Photovoltaikanlage

Welche Förderungen gibt es in Deinem Bundesland?

Neben der Bundesrepublik Deutschland fördern auch die Bundesländer den Ausbau von erneuerbaren Energien. Von Region zu Region unterscheiden sich die verfügbaren Fördergelder und Förderbedingungen deutlich. Aktuell kannst Du besonders in Berlin von öffentlichen Zuschüssen profitieren. Aber auch in anderen Bundesländern gibt es hilfreiche Unterstützung, die nicht immer finanzieller Natur ist. Hier siehst Du aktuelle Förderprogramme nach Bundesland in der Übersicht.

Photovoltaikförderung in Baden-Württemberg

Aktuell gibt es in Baden-Württemberg nur über die Kommunen Förderprogramme.

Photovoltaikförderung in Bayern

Das PV-Speicher-Programm in Bayern wurde am 22. April 2022 eingestellt.

Photovoltaikförderung in Bremen

In Bremen gibt es keine landeseigene Förderung für PV-Anlagen, aber eine allgemeine energetische Beratung.

Photovoltaikförderung in Berlin

In Berlin gibt es mit dem Programm SolarPlus umfangreiche Fördermöglichkeiten für Solaranlagen. Gefördert werden unter anderem:

  • Kosten für Gutachten
  • Messplätze (Zählerschränke)
  • Kosten für Rückbau und Erneuerung von Hausanschlüssen
  • Kosten für Stromspeicher (300 €/kWh, max. 15.000 €)
  • Mehrkosten für Photovoltaik bei: Denkmalschutz, Gründach, Fassadeninstallation

Unterschieden wird zwischen Förderungen für Privatpersonen und Unternehmen. Es lohnt sich, im Einzelfall zu prüfen, ob Du Zuschüsse erhalten kannst.

Photovoltaikförderung in Brandenburg

In Brandenburg gibt es aktuell keine Förderung vom Bundesland. Prüfe am besten, ob Deine Kommune einen Zuschuss zahlt.

Photovoltaikförderung in Hamburg

In Hamburg gibt es keine Zuschüsse für Photovoltaik. Allerdings kannst Du eine Beratung zu Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen. Darin erfährst Du etwas zu den üblichen Programmen, etwa die Einspeisevergütung.

Photovoltaikförderung in Hessen

Eine landeseigene Förderung für PV-Anlagen gibt es in Hessen nicht. Im Internet findest du eine aktuelle Auflistung von Zuschussoptionen, darunter auch Bundesförderungen.

Photovoltaikförderung in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern bietet eine Förderung für Mini-Solaranlagen, also Balkonkraftwerke. Du erhältst maximal 500 €, mehr dazu gibt es hier.

Photovoltaikförderung in Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell keine Landesförderung.

Photovoltaikförderung in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gab es ein Programm zum Ausbau von Speichern für Solarstrom. Das Förderziel für Wallboxen und Batteriespeicher wurde allerdings erreicht, sodass aktuell keine Anträge eingereicht werden können.

Photovoltaikförderung in Rheinland-Pfalz

Aktuell nimmt das Land Rheinland-Pfalz (Energieagentur Rheinland-Pfalz) keine neuen Anträge entgegen.

Photovoltaikförderung im Saarland

Im Saarland gibt es aktuell keine Förderung.

Photovoltaikförderung in Sachsen

In Sachsen gibt es die Förderrichtlinie Speicher zum Ausbau der Speicherkapazität für Solarstrom. Aktuell werden jedoch keine neuen Anträge angenommen.

Photovoltaikförderung in Sachsen-Anhalt

Das Programm „Sachsen Anhalt speichert“ wurde vorzeitig eingestellt.

Photovoltaikförderung in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist ein Zuschuss von 750 € für Batteriespeicher ab Sommer 2023 geplant. Näheres wird noch bekanntgegeben.

Photovoltaikförderung in Thüringen

Das Förderprogramm Solar-Invest in Thüringen ist bis auf Weiteres gestoppt.

Welche Kommunen fördern PV-Anlagen?

Neben dem Bund und den Ländern fördern auch viele Kommunen den Ausbau von Photovoltaik. Die Programme unterscheiden sich von Stadt zu Stadt, sind aber häufig ähnlich konzipiert. Je nach Angebot vor Ort kannst Du Fördergelder für Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher oder beides beantragen. 

Im Folgenden findest Du fünf Beispiele für kommunale Programme und eine Liste mit Städten, die eine PV-Förderung anbieten. Bitte beachte, dass die Angebote teilweise an feste Budgets gebunden sind und eventuell erschöpft sein können.

Beispiele für kommunale Förderung

Für die folgenden fünf Städte haben wir Dir beispielhaft Einzelheiten zu den lokalen Förderprogrammen aufgeführt:

  • Essen
  • Hannover
  • Köln
  • Stuttgart
  • Ulm

Photovoltaikförderung in Essen

In Essen gibt es das Förderprogramm für Photovoltaik- und Solaranlagen (Solaranlagen bezeichnen hier solarthermische Anlagen).

Die Fördergelder sind für Privatpersonen, gemeinnützige Einrichtungen und gewerbliche Antragsteller*innen verfügbar. Voraussetzung ist eine Immobilie im Stadtgebiet von Essen. Da das Gesamtfördervolumen begrenzt ist, kann die Förderung im Lauf eines Jahres auslaufen. Neuanträge sind dann gegebenenfalls zum neuen Jahr wieder möglich, wenn das Programm verlängert wurde. Erkundige Dich am besten vorab bei Deiner Kommune.

Förderfähig sind Kauf, Installation und Inbetriebnahme von PV-Anlagen von 1 kWp bis 40 kWp sowie Stecker-Solargeräte („Balkonanlagen“) ab 300 Wp. Die Höhe der Fördersumme hängt von der installierten Anlage ab:

Stecker-Solargeräte: 200 €

Photovoltaikanlagen

  • 1 – 2 kWp: 500 €
  • >2 – 5 kWp: 750 €
  • >5 – 10 kWp: 1.000 €
  • >10 – 40 kWp: 100 €/kWh
  • >40 kWp: 4.000 €

Die Antragstellung erfolgt vor Auftragsvergabe mit Vorlage eines gültigen Angebots. Die Umsetzung muss innerhalb von zwölf?Monaten nach Bewilligung erfolgen, um die Förderung abrufen zu können.

Photovoltaikförderung in Hannover

In Hannover gibt es das Programm proKlima zur Förderung von klimafreundlicher Technik, darunter Photovoltaikanlagen.

Zuschüsse kannst Du erhalten, wenn Du Dich für die Vollbelegung des Dachs mit Solarpanelen entscheidest. Dann besteht die Möglichkeit, 100 €/kWp an Fördergeldern zu bekommen. Förderfähig sind Anlagen ab 2 kWp, die maximale Fördersumme beträgt 3.000 €. Näheres zum Angebot findest Du unter DachVollToll.

Photovoltaikförderung in Köln

In Köln gibt es umfangreiche Angebote, Zuschüsse für die Installation einer PV-Anlage bis 50 kWp zu bekommen. Die Solaroffensive unterstützt Betreiber*innen von Dach-Anlagen und Balkonkraftwerken sowie beim Kauf von Batteriespeichern:

  • 250€/kWp für neue Solaranlagen
  • 150€/kWh Bruttospeicherkapazität für Batteriespeicher
  • 200€/Anlage für Balkon-PV-Anlagen

Mehr zur Solaroffensive in Köln erfährst Du hier.

Photovoltaikförderung in Stuttgart

Zur Förderung der Photovoltaik in der baden-württembergischen Landeshauptstadt gibt es das Programm „Solaroffensive Stuttgart“. Zuschüsse sind für Unternehmen, Privatpersonen und Vereine verfügbar. Die förderfähigen Ausgaben unterteilen sich in verschiedene Bereiche:

  •  begleitende Maßnahmen bei der Installation
  • Anschlusskosten für Balkonanlagen (100 € je Anlage)
  • Stromspeicher für neu gebaute PV-Anlagen
  • Elektro-Ladeinfrastruktur in Kombination mit Photovoltaik

Detaillierte Informationen zur Förderung sowie zum Antrag findest Du bei der Solaroffensive Stuttgart.

Photovoltaikförderung in Ulm

Mit dem Ulmer Energieförderprogramm bezuschusst die Stadt eine Reihe von Maßnahmen zur energetischen Sanierung und zur Nutzung von regenerativen Energieträgern. Die Photovoltaik nimmt eine besondere Stellung ein, weil hier verschiedene Maßnahmen förderfähig sind:

  • Installation einer gebäudeintegrierten PV-Anlage: 400 €/kWp für Wohn- und Bürogebäude.
  • Installation einer Dachanlage auf bestehenden Dachflächen oder auf Parkplatzüberdachungen: 75€/kWp
  • Prüfung von PV-Anlagen, maximal 500€ Zuschuss (50% der Gesamtkosten)
  • Förderung von Stecker-PV-Anlagen mit einmalig 250€ pro Wohneinheit und maximal 50% der Gesamtkosten

Informiere Dich weitergehend gerne bei der Stadt Ulm.

Liste von Kommunen mit PV-Förderung

Für die Städte Essen, Hannover, Köln, Stuttgart und Ulm findest Du oben nähere Informationen. Hier sind weitere Kommunen, die PV-Förderungen anbieten. Bitte beachte, dass diese teilweise pausiert beziehungsweise ausgeschöpft sein können.

Unser Tipp

Ist Deine Stadt nicht in der Liste? Die Zahl der Kommunen, die eine PV-Förderung anbieten, nimmt fast täglich zu. Informiere Dich daher am besten bei der Verwaltung bei Dir vor Ort, ob Fördergelder verfügbar sind.

Förderung für gemietete Solaranlagen

Gibt es Förderungen für Solaranlagen zur Miete? Ja, grundsätzlich stehen Dir auch dann einige Fördergelder zu, wenn du eine Anlage mietest. In jedem Fall hast Du Anspruch auf die Einspeisevergütung (sofern das im Vertrag nicht anders geregelt ist). Wenn Du Dich für die Solarmiete von EIGENSONNE entscheidest, gehört die Einspeisevergütung ganz Dir! Auch die steuerlichen Vorteile bezüglich der Ertragssteuer (Einkommensteuer) greifen in vollem Umfang.

Darüber hinaus gibt es Kommunen, die Fördergelder bei einer Solarmiete gewähren. Informiere Dich hierzu bei der Verwaltung vor Ort.

Förderung von Balkonkraftwerken

Mit steigender Beliebtheit der Minisolaranlagen gibt es auch zunehmend Förderungen für Balkonkraftwerke. Das sind sogenannte Stecker-Photovoltaikanlagen, die Du mit wenig Aufwand am Balkongeländer montierst und dann per Anschlussstecker mit dem Stromnetz im Haus verbindest. Solche kleinen Inselanlagen sind nicht dafür gedacht, Strom ins Netz einzuspeisen, aber Du kannst den Strom direkt bei Dir im Haus oder in der Wohnung nutzen. Auf diese Weise sind bei optimaler Ausrichtung, hoher Effizienz und hohem Verbrauch Einsparungen bis zu 200 € im Jahr möglich.

 

Foto: Maryana/Adobe Stock

Welche Förderungen für Balkonsolaranlagen gibt es? Grundsätzlich sind auch diese Module von der Umsatzsteuer befreit. Das heißt, Du profitierst ab 2023 von günstigeren Einkaufskosten. Zudem gibt es in vielen Städten eigene Förderprogramme für Balkonkraftwerke. In Essen erhältst Du zum Beispiel pauschal 200 € für die Anschaffung einer Stecker-PV-Anlage. Auch einige Bundesländer zahlen Fördergelder für Balkonanlagen, etwa Berlin – hier bekommst Du einen Zuschuss von 500 €.

Unser Tipp

Die Beantragung einer Förderung für Balkonkraftwerke ist häufig deutlich einfacher als für große PV-Anlagen auf dem Dach. Zum Teil reicht es aus, die Rechnung einzureichen. Informiere Dich dazu am besten vor Ort bei Deiner Kommune oder in Deinem Bundesland.

Welche Alternative gibt es zur Photovoltaikförderung?

Es gibt verschiedene Alternativangebote zur Förderung einer PV-Anlage. In der Regel geht es darum, die Investitionskosten zu reduzieren oder die Summe auf mehrere kleine Raten aufzuteilen. So kannst Du sofort von günstigem Solarstrom profitieren. Hier stellen wir Dir zwei Alternativen zur Photovoltaikförderung vor.

Finanzierung als Alternative zur Photovoltaikförderung

Die Finanzierung ist zwar keine Förderung im eigentlichen Sinn, doch die Höhe der anfänglichen Investitionskosten sinkt deutlich. Einen entsprechenden Tarif und ausreichende Bonität vorausgesetzt, kannst Du eine PV-Anlage ohne Eigenkapital finanzieren. Häufig sind die Konditionen für das Darlehen sogar besonders günstig, weil Du die Einspeisevergütung als Sicherheit nutzen kannst.

Prinzipiell läuft die Finanzierung so, dass Du den nötigen Geldbetrag für die Anlage leihst. Diese Summe zahlst Du dann in kleinen Raten inklusive Zinsen zurück.

Unser Tipp

Du hast 20 Jahre lang Anspruch auf Einspeisevergütung. Es ist daher sinnvoll, wenn der Kredit höchstens 20 Jahre lang läuft. Im Anschluss an die Finanzierung gehört die Anlage ganz Dir.

Solarmiete: Photovoltaik mit niedrigen monatlichen Kosten

Eine zweite Alternative zur Förderung von Photovoltaik ist die Solarmiete. Auch hier profitierst Du davon, dass keine große Investitionskosten auf Dich zukommen: Stattdessen mietest Du Deine PV-Anlagen in bequemen monatlichen Raten. Wir von EIGENSONNE bieten Dir dafür unterschiedliche Tarife ab 179 € an. Darin sind bereits alle Nebenkosten für Wartung, Versicherung und wartungsbedingte Reparaturen inbegriffen. Der erzeugte Strom gehört selbstverständlich Dir: Du kannst ihn für den Eigenverbrauch nutzen und ins Netz einspeisen. Für den eingespeisten Strom bekommst Du die Einspeisevergütung, die Du zum Beispiel zur Zahlung der Miete verwenden kannst. Nach Ablauf von 20 Jahren überlassen wir Dir Deine Anlage für einen symbolischen Euro.

Talk
Welche Solarmiete passt zu Deinem Bedarf?

Wir von EIGENSONNE bieten Dir kleine und große Anlagen zur Miete – finde jetzt das passende Angebot für Dich.

Fazit: Welche Förderung passt zu mir?

Welche Förderung zu Dir passt, hängt von Deinen Wünschen ab. Von Bundesprogrammen wie dem Nullsteuersatz auf den Kauf von Anlagen profitierst Du immer – auch, wenn Du Dir ein Balkonkraftwerk zulegst. Die Einspeisevergütung wird ebenfalls grundsätzlich gezahlt, wenn Du Kilowattstunden ins öffentliche Netz speist.

Ob ein KfW-Kredit oder doch eine Solarmiete besser zu Dir passt, lässt sich nicht pauschal sagen. Beide Varianten haben ihre Vorzüge. Hier empfiehlt es sich, vorab die monatlichen Raten zu berechnen und abzuschätzen, was Deinem Budget entspricht. Generell ist es sinnvoll, eine Beratung zu nutzen. 80 % der Kosten dafür erstattet Dir das BAFA.

Auf jeden Fall ist es darüber hinaus ratsam, sich bei der Kommune zu erkundigen, ob es regionale Förderprogramme gibt. Damit sparst Du zum Teil noch einmal mehrere Hundert bis Tausend Euro.

Nils Otto 20. April 2023
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FAQ

Welche Förderungen gibt es für Photovoltaik?

Es gibt eine Reihe von Förderungen für Photovoltaik: Einspeisevergütung, KfW-Kredite, regionale Förderungen und steuerliche Entlastungen. Viele davon lassen sich problemlos kombinieren, sodass Du mehrfach sparst. Dabei bezieht sich ein Teil der Förderungen auf die Anschaffung der Anlage; andere greifen, wenn Du Solarstrom einspeist. So hast Du langfristig finanzielle Vorteile zusätzlich zum günstigen grünen Strom vom Dach.

Wird Photovoltaik 2023 gefördert?

Ja, Photovoltaik wird 2023 gefördert. Durch die Senkung der Umsatzsteuer auf 0 % bei Kauf und Installation von Anlagen bis 30 kWp Leistung sparst Du Dir 19 % Mehrwertsteuer. Neu ist außerdem, dass Du keine Einkommensteuer auf Erträge aus der PV-Anlage zahlen musst, wenn die Anlage maximal 30 kWp Leistung erbringt. Weitere Förderungen für Photovoltaikanlagen 2023 sind der KfW-Standard 270, die Einspeisevergütung und regionale Zuschüsse.

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