PVGIS – Erstellen Sie selbstständig Ertragsprognosen für Ihre PV-Anlage

Aktualisiert: 26.02.2021

Teil jeder Planung bei Photovoltaikanlagen ist es, aussagekräftige Ertragsprognosen zu erstellen. Nur so kann im Vorfeld entschieden werden, ob sich eine Anlage finanziell lohnt oder nicht und welche Größe die Anlage haben sollte. Das klingt erst einmal komplizierter als es ist. Denn mit dem kostenlosen Tool PVGIS  können Sie sich in wenigen Schritten eine eigene Ertragsprognose erstellen, die Ihnen bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung hilft.

Was versteht man unter PVGIS?

Die Abkürzung PVGIS bedeutet „Photovoltaic Geographical Information System”. Es handelt sich dabei um ein Tool zur Ertragsermittlung von Photovoltaikanlagen, das von der Europäischen Kommission betrieben und jedem kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das Programm verfügt über eine umfassende Datenbasis und bezieht Messungen der europaweiten Sonneneinstrahlung mit ein.

Anhand der zu erwartenden Solarerträge in Ihrer Region und Details zur Ausrichtung und Neigung Ihres Daches, kann die ideale Dimensionierung Ihrer Anlage ermittelt werden. Das gibt Ihnen Aufschluss darüber, inwieweit Ihr Stromverbrauch durch eine PV-Anlage gedeckt werden kann.

PVGIS – Aufbau und Funktionsweise

Die Datenbasis beruht auf exakten und europaweit durchgeführten Langzeitmessungen der Solareinstrahlung. Einfach die zutreffenden Punkte gemäß Abschnitt „Anleitung für PVGIS” auswählen, zutreffende Werte einpflegen und auf den „Berechnen”-Button klicken. Das Ergebnis ist der zu erwartende Ertrag für eine definierte Periode.

Welche Vorteile bietet PVGIS?

  • Umfangreiche Einstrahlungsdatenbank „Climate-SAF PV GIS”
  • Zahlreiche Filtermöglichkeiten
  • Übersichtliche Vergleichsmöglichkeit von Angeboten und Herstellerangaben

PVGIS verfügt ferner über diverse für die Photovoltaik relevante Zusatzoptionen:

  • Linke-Trübung (Turbiditätswert nach Linke): Dieser Wert gibt an, um welchen Wert eine Solarstrahlung der Intensität x bei einem Weg von der Länge y aufgrund der atmosphärischen Trübung geschwächt wird.
  • Globale/diffuse Einstrahlung: Zeigt das Verhältnis zwischen diffuser und globaler Bestrahlung an.
  • Optimaler Einstrahlungsgrad: Gibt den optimalen Solareinfallswinkel zum definierten Zeitpunkt aus

Lassen Sie sich jetzt von unseren PV-Experten ein Angebot erstellen und finden Sie heraus, wie viel Sie mit einer Photovoltaikanlage sparen können:

Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt?
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Wie kann ich PVGIS nutzen?

Das leistungsstarke Tool verfügt über zahlreiche Filter- und Diagnosemöglichkeiten, welche kaum Wünsche offen lassen. So ist beispielsweise eine Umrechnung der Dachneigung von Grad in Zentimeter problemlos möglich. Die Nutzung ist kostenfrei hier möglich: https://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/tools.html

Anleitung zur Erstellung einer Abfrage mit PVGIS

Zunächst wird oben links ins Eingabefeld der Standort eingegeben und danach der „Suchen”-Button angeklickt. Nun können im jeweiligen Eingabefeld standortspezifische Daten hinterlegt werden, wobei Wertober- und Wertuntergrenzen jeweils eingeblendet sind:

  • Einstrahlungsdatenbank: Hier können Sie die Auswahl treffen zwischen „Classic PVGIS” und der aktuellen „Climate-SAF PVGIS”
  • Modul-Technolgie: Hier wird spezifiziert, ob es sich um polykristalline bzw. monokristalline Module, CIS, CdTe oder Dünnschichtmodule handelt.
  • Installierte PV-Leistung: Um eine aussagekräftige Vergleichsbasis mit anderen Standorten zu haben, sollte die Ertragsprognose stets umgerechnet auf 1 kWp angegeben werden. Bei „installierte PV-Leistung” daher immer 1 kWp eingeben!
  • Geschätzte Systemverluste: Der Prozentwert sollte Systemverluste, wie z.B. Leistungsverluste durch Kabel oder Wechselrichter etc. wiederspiegeln.
  • Montageoptionen: Es wird zwischen freistehenden Anlagen, Modulen mit Aufständerung sowie Aufdach- und Indach-Montagen unterschieden.
  • Neigungswinkel: Hier geben Sie die Neigung des Daches bzw. der Aufständerung in Grad ein.
  • Azimut: Das Feld erfasst die Himmelsausrichtung der PV-Anlage. Diese kann über Google-Earth ermittelt werden.
  • Tracking-Options: Mittels eines im Tool implementierten Tracking-Plugins kann der prognostizierte Ertrag eines nachgeführten PV-Systems annähernd errechnet werden. Bei einem einachsigen Nachführsystem geben Sie hier je nach Bauart die Ausrichtung für die vertikale oder die geneigte Achse ein.
  • Horizontdatei: Es besteht die Möglichkeit, eine Datei mit speziellem Horizont oder verschattenden Elementen hochzuladen.
  • Diagramme: Wird diese Option aktiviert, werden zu den Auswertungen auch die entsprechenden Diagramme angezeigt.
  • „Zeige Horizont”: PVGIS kann nicht nur die in einem bestimmten Gebiet voraussichtlich herrschende Sonneneinstrahlung berechnen, sondern hält auch die topographischen Geländedaten evident. Diese werden angezeigt und im Ergebnis berücksichtigt, sobald dieser Punkt aktiviert wird.
  • Outputformate: Es kann zwischen der Ergebnisanzeige am Monitor und der Abspeicherung als Textdatei bzw. pdf-Dokument gewählt werden.

Einflussgrössen

Folgende Faktoren haben Einfluss auf den Photovoltaik-Ertrag:

  • Jahresverlauf der Einstrahlung (z.B. Einspeisungsspitzen im Sommer, Zuspeisungsbedarf aus dem Stromnetz im Winter)
  • Bauart, Neigungswinkel sowie alters- bzw. nutzungsbedingte Leistungsdegradiation der Solarmodule
  • Dachneigung und Verschattung
  • Geografische Lage (die Sonneneinstrahlung ist im Süden intensiver als in nördlichen Regionen)
  • Höhenlage (je höher, desto stärker die Solareinstrahlung),
  • Mikroklima (bewölkungsärmere Gegenden weisen höherer Solarstrahlung auf)

Fazit

Bereits bei der Planung einer Solaranlage ist eine zuverlässige Prognose über zu erwartende Energieerträge elementar, um die Anlage richtig dimensionieren und technisch ausrüsten zu können. Wenn Sie sich verschieden Angebote einholen, kann es sich lohnen, die Angaben zur Wirtschaftlichkeitsberechnung noch einmal zu überprüfen, schließlich ist der Ertrag ein nicht unwesentlicher Faktor bei der Kaufentscheidung.

Wir bei EIGENSONNE greifen auch auf Datenbanken zu Einstrahlungswerten zurück, um mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung für Ihr Solarstromsystem zu finden. Dabei beraten wir nicht nur hinsichtlich der Dimensionierung der Anlage, sondern stellen die einzelnen technischen Komponenten so zusammen, dass Sie das Optimum aus Ihrem Dach holen. Ferner betrachten wir nicht nur die Ertragswerte, sondern finden mit Ihnen gemeinsam heraus, wie viel Eigenverbrauch Sie mit der Anlage erreichen können.