Zweirichtungszähler – Anzeige von bezogenem und eingespeistem Strom

Jeder private Haushalt und jedes Unternehmen ist verpflichtet, den Stromverbrauch zu messen. Dazu gibt es Stromzähler, die in der Regel vom Netzbetreiber gestellt werden. Wechselt eine Person zu einem anderen Anbieter, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder kann der Zähler des örtlichen Grundversorgers genutzt werden oder der neue Anbieter stellt einen eigenen Zähler zur Verfügung. Wenn Sie eine Photovoltaikanlage betreiben, beziehen Sie Strom für den Eigenverbrauch aus Sonnenenergie. Außerdem speisen Sie den nicht benötigten Strom in das öffentliche Stromnetz ein. Der Strom fließt also in zwei Richtungen: zu Ihnen hin und von Ihnen weg. Dabei stellt sich die Frage, wie hoch der Stromfluss ist, wie Sie den Eigenverbrauch ermitteln können, welche Ausrüstung Sie benötigen und welche Vorgaben der Gesetzgeber macht. Diese und weitere Fragen sollen im Folgenden beantwortet werden.

Was ist ein Zweirichtungszähler?

Wie der Name bereits sagt, zählt ein Zweirichtungszähler in zwei Richtungen. Dabei handelt es sich einerseits um den bezogenen und andererseits um den in das öffentliche Stromnetz eingespeisten Strom. Den Eigenverbrauch können Sie bestimmen, indem Sie die Differenz aus der Menge des bezogenen und des eingespeisten Stromes ermitteln. Ein Verfahren zur Saldierung, das in einigen Ländern üblich ist, gibt es in Deutschland nicht.

Grundsätzlich wird der Stromfluss in beide Richtungen separat gezählt und nicht saldiert (aufgerechnet).

Wie funktioniert ein Zweirichtungszähler?

Die Funktionsweise eines Zweirichtungszählers ist vergleichbar mit einem anderen Stromzähler. Der wesentliche Unterschied ist die Richtung. Ein herkömmlicher Stromzähler misst lediglich den Strom, den ein Haushalt bezieht. Das tut auch der Zweirichtungszähler. Seine zweite Aufgabe ist es, den Strom zu zählen, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. Das ist sehr wichtig, denn von der Menge des eingespeisten Stromes hängt die Höhe der Einspeisevergütung ab. Sie wird vom Gesetzgeber festgelegt und richtet sich nach dem Monat, in dem die Photovoltaikanlage in Betrieb gegangen ist. Der festgelegte Betrag wird in Cent pro Kilowattstunde berechnet. Je mehr Strom Sie einspeisen, umso höher fällt Ihre Einspeisevergütung aus.

Zweirichtungszähler – Wie sind die gesetzlichen Regelungen?

Der Gesetzgeber hat eindeutige Vorschriften für die Nutzung von einem Zweirichtungszähler erlassen. Sie sind in den Technischen Anschlussbedingungen TAB 2007 geregelt und gelten bundesweit. Darüber hinaus verfügt jeder Betreiber eines Verteilungsnetzes über eigene Anschlussbedingungen. Setzen Sie eine Photovoltaikanlage in Betrieb, sind Sie dazu verpflichtet, dies der Bundesnetzagentur zu melden.

Welche Vorteile und Nachteile hat ein Zweirichtungszähler?

Ein Zweirichtungszähler hat den Vorteil, dass er nur sehr wenig Platz benötigt. Der Zählerstand kann nicht nur durch Ablesen vor Ort, sondern auch durch Fernabfrage ermittelt werden. Außerdem ist nur ein Zählerschrank nötig. Zwei getrennte Zähler für den bezogenen und den eingespeisten Strom würden entsprechend mehr Platz beanspruchen. Ein Stromzähler, der ausschließlich den Strom misst, den die Photovoltaikanlage produziert, kann direkt in den Wechselrichter eingebaut werden.

Es ist vorgesehen, dass Sie den Zweirichtungszähler nicht kaufen, sondern bei Ihrem Stromnetzbetreiber mieten. Die Miete kann unterschiedlich hoch sein. Allerdings sollten Sie dafür ungefähr 40 Euro pro Jahr einkalkulieren. Wechseln Sie den Stromanbieter, hat das in der Regel zur Folge, dass Sie dort einen neuen Zweirichtungszähler mieten müssen. Daraus resultiert ein neuer Mietvertrag zu den Konditionen des neuen Anbieters. Es kann also durchaus passieren, dass Sie dann mehr Miete zahlen müssen, unter Umständen aber auch weniger.

Fazit

Ein Zweirichtungszähler hat viele Vorteile. Sie benötigen nur einen Zähler, um den Strom in zwei Richtungen zu messen – den bezogenen und den abgegebenen Strom. Die Menge des abgegebenen Stromes ist in vieler Hinsicht bedeutsam. Davon hängt es ab, wie hoch Ihre Einspeisevergütung ausfällt, die Sie von Ihrem örtlichen Stromnetzbetreiber erhalten, wenn Sie Strom in sein Netz einspeisen. Einen Zweirichtungszähler müssen Sie bei Ihrem Stromanbieter mieten. Er legt den Preis dafür fest. Sehr positiv ist die Tatsache zu bewerten, dass ein Zweirichtungszähler weniger Platz benötigt, als zwei separate. Außerdem kann eine Fernabfrage des Zählerstandes durchgeführt werden.

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