Solaranlage kaufen, mieten oder finanzieren: Welche Option passt am besten zu mir?

Der Traum von der eigenen Solaranlage

Zum Traum vom Haus und den eigenen vier Wänden gehört mittlerweile für immer mehr Menschen auch der Traum von der eigenen umweltfreundlichen Energieversorgung. Was liegt hier näher als sich mit seinem selbst durch eine Solaranlage vom Dach erzeugten Strom zu versorgen? Zumal der eigene Solarstrom nicht nur die Stromrechnung deutlich reduziert, sondern einen auch unabhängiger von Stromanbietern und -preisen macht. Im Zusammenspiel mit einem Energiespeicher, einer Wärmepumpe oder einem E-Gefährt kann der selbst erzeugte Strom sogar noch für weitere Zwecke genutzt und auf die Weise für Kostenoptimierungen im Haushalt sorgen. 

Doch keine Frage – ehe sich all diese Optionen rechnen, muss erst einmal tief in die Tasche gegriffen werden. Denn weder Solaranlage noch Energiespeicher, Wärmepumpe und E-Mobil sind gratis zu haben. Wer die Investition nicht scheut und sich mit sauberem Eigenstrom aus einer Solaranlage selbst versorgen möchte, dem stehen hier verschiedene Möglichkeiten offen, an Solarstrom für das eigene Heim zu gelangen. Drei Optionen haben wir uns näher angeschaut und möchten sie Ihnen gern vorstellen. Doch zuvor werfen wir einen Blick darauf, wie sich der Preis für eine Solaranlage berechnet. 

Wie berechnet sich der Preis für ein Solarstrom-System?

Zwar sind die Preise für Solaranlagen in den letzten Jahren deutlich gesunken. Geschenkt bekommen Sie eine Solaranlage trotzdem nicht. Im Durchschnitt kostet ein Solarstrom-System um die 10.000 bis 15.000 Euro. Der konkrete Preis hängt letztlich von Ihrem eigenen Strombedarf, der gewünschten Anlagengröße, den technischen Details und einigen anderen Größen ab. Als Faustregel können Sie jedoch für Ihre erste Kostenschätzung annehmen, dass pro Person ungefähr 1.000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr verbraucht werden. Bei einem vierköpfigen Haushalt läge der Jahresverbrauch somit bei circa 4.000 kWh. 

Wer seinen jährlichen Stromverbrauch ganz genau kennt, kann ihn mit dem Faktor 1,5 multiplizieren und das Ergebnis durch 1000 teilen. Daraus ergibt sich die Anlagengröße, die die Solaranlage optimalerweise haben sollte. Bei dem genannten Jahresverbrauch in einem Vier-Personen-Haushalt läge die benötigte Anlagengröße bei sechs Kilowatt Peak (kWp). Wenn Sie Ihrer Berechnung schließlich Kosten von 1.400 Euro pro kWp zugrunde legen, kommen Sie auf den geschätzten Wert der Anlage, ohne Mehrwertsteuer. Hinzu kommen noch etwaige Ersatzkosten, die jedoch erst im Laufe der Zeit, zum Beispiel durch Austausch des Wechselrichters anfallen. Kommen wir nun zu den drei Optionen Kauf, Finanzierung oder Miete, die wir Ihnen hier nun näher vorstellen möchten.

Drei Optionen: Kauf, Finanzierung oder Miete

Was spricht für den Kauf einer Solaranlage und was dagegen?

Für den Kauf einer Solaranlage spricht ganz klar, dass hier keine weiteren Zusatzausgaben in Form von Zins-, Leih-, Vermittlungs- oder sonstigen Gebühren anfallen. Die Solaranlage und alle zugehörigen Teile gehören Ihnen. Damit haben Sie die Kosten der Anlage ziemlich genau im Blick und können Ausgaben, sowie die aus der Solaranlage resultierenden Erträge und Zusatzeinnahmen, ziemlich genau berechnen – und das für die gesamte Lebensdauer der Anlage. Bei einem Komplettangebot, d. h. bei Installation, Inbetriebnahme, Wartung und Service fallen auch keine weiteren Nebenkosten an. Damit ist diese Option insofern attraktiv, dass sich eine Solaranlage schnell und in Abhängigkeit von Ihrem Eigenbedarf an Strom sowie der Einspeisevergütung rechnet. Wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem sie anfangen eine Rendite zu erwirtschaften, das verrät Ihnen der „Break-Even“. 

Zwar versorgt Sie die Anlage bis dahin bereits mit grünem, selbst erzeugtem Strom, was an sich einen Wert darstellt. Finanziell rechnet sie sich ab Zeitpunkt des Break-Even. 

Entscheidend für den Kauf einer Solaranlage ist, dass Ihnen das benötigte Geld für die Anschaffungzur Verfügung steht. Sollten Sie jedoch nicht über entsprechende Geldreserven verfügen oder möchten Ihr Erspartes nicht angreifen, gibt es weitere Optionen, um zum eigenen Strom aus der Solaranlage zu gelangen. Dazu zählt beispielsweise die Möglichkeit einer Finanzierung.

Was spricht für die Finanzierung einer Solaranlage und was dagegen?

Wer nicht eben mal 10.000 Euro für eine Solaranlage locker machen kann, oder das Sparkonto anzapfen möchte, für den ist die Finanzierung einer Solaranlage eine Alternative. Diese Variante hat zumindest den Vorteil, dass Ihnen nach Abbezahlung der Raten die Solaranlage gehört. Sie geht in Ihren Besitz über. Allerdings braucht es bis dahin etwas Zeit, bis alle Raten getilgt sind. Hinzukommen, wie bei einer Finanzierung üblich, Zinsen und in der Regel Bearbeitungsgebühren. Diese müssen Sie bei Ihren Berechnungen einkalkulieren. Demzufolge verschiebt sich auch der Zeitpunkt etwas nach hinten, ab wann sich Ihre Anlage rechnet. Bei einer angenommenen Laufzeit von bis zu 30 Jahren und dem geringen Zinsniveau können Sie sichergehen, dass sich auch die Finanzierung einer Solaranlage für Sie auszahlt. Zudem profitieren Sie von der Flexibilität dieser Option. Eine weitere Möglichkeit, an eigenen Solarstrom zu gelangen, ist die Miete.

Was spricht für die Miete einer Solaranlage und was dagegen?

Wer wenig Wert auf den Besitz und Wertsteigerung einer Solaranlage legt, für den kommt vermutlich am ehesten die Miet-Variante in Betracht. Hier steht die Nutzung der Anlage und Versorgung mit Strom vom eigenen Dach im Vordergrund. Bei der Miete übernimmt eine dritte Partei die Finanzierung der Solaranlage. Sie als Eigenheimbesitzer stellen lediglich die Dachfläche zur Verfügung. Die vermietende Firma installiert Ihnen die gewünschte Solaranlage und liefert ebenso den Strom. Sie müssen sich um nichts weiter kümmern als um die monatliche Abrechnung. Mit dieser Option können Sie Energiekosten sparen und sich über den umweltfreundlichen Strom vom eigenen Dach freuen. Am Ende der Mietperiode steht Ihnen in der Regel die Option offen, die Anlage zu einem nominalen Preis (typischerweise €) zu erwerben. Die Aussicht auf eine Rendite besteht bei der Variante jedoch meist nicht, da in der Regel die kumulierten Mietraten viel höher sind als die kumulierten Finanzierungsraten oder der Barkaufpreis. Da fast kein Unternehmen seine Preislisten veröffentlicht, können wir hier keine konkreten Kosten zitieren – am besten, Sie bilden sich selbst ein Urteil.

Alle drei Optionen im direkten Vergleich

Abschließend möchten wir Ihnen für alle der drei vorgestellten Optionen einen direkten Vergleich ermöglichen. Dazu haben wir einige Kriterien ausgewählt, anhand derer Sie beurteilen können, welche der genannten Optionen am ehesten zu Ihnen passt.

 Im Vergleich: Kauf, Finanzierung, Miete

Kauf Finanzierung Miete
Benötigt Eigenkapital Häufig nicht notwendig nein
Prüfung der Bonität (Zahlungsfähigkeit) nein
Zusätzliche Kosten Ersatzkosten für eventuell kaputte Komponenten (außerhalb der Garantie) Zinsen, Ersatzkosten Keine Zusatzkosten, dafür deutlich höhere Gesamtkosten.
Flexibilität ✓✓ ✓✓
Rendite ✓✓✓ ✓✓ wahrscheinlich kaum
Wertsteigerung der Immobilie
All Inclusive-Paket bei Komplettangebot
Grüner Strom vom eigenen Dach
Reduziert Stromkosten ✓✓✓ ✓✓ wenig bis gar nicht

Fazit

Egal, welche der drei genannten Optionen Ihnen am meisten zusagt und wie Sie sich entscheiden werden, eines haben alle gemein. Sie erhalten grünen Strom aus einer Solaranlage von Ihrem Dach und sind aktiver Teil der Energiewende. Somit können Sie nicht nur mit Freude auf Ihr Dach, sondern ebenso auf Ihre Stromrechnung schauen. 

Als Entscheidungshilfe möchten wir auf unseren Solarrechner verweisen. Hier können Sie die Höhe der Kosten einer Solaranlage in Abhängigkeit von Ihrem eigenen Stromverbrauch einschließlich der zu erwartenden Rendite errechnen. Hier geht’s zum Solarrechner:

Hier geht’s zum Solarrechner

Gern beraten wir Sie auch telefonisch. Unsere Solarexperten stehen Ihnen für Fragen zur Planung und Finanzierung einer Solaranlage montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung. 

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