PVGIS – Erstellen Sie selbstständig Ertragsprognosen für Ihre PV-Anlage

PVGIS

Bei PVGIS  handelt es sich um ein kostenfreies Full-Service Tool, mit dem Sie einfach, schnell und ohne Vorkenntnisse eigene Wertschöpfungsprognosen für Photovoltaik-Anlagen generieren können. Angebote von Herstellern und Anbietern können auf diese Weise leicht überprüft und verglichen werden. Das Programm verfügt über eine umfassende Datenbasis, die ausführliche Wirtschaftlichkeitsberechnungen zulässt und basiert auf exakten Messungen der europaweiten Sonneneinstrahlung.

Was versteht man unter PVGIS?

Die Abkürzung PVGIS bedeutet „Photovoltaic Geographical Information System” und steht für ein Tool zur Ertragsermittlung von Photovoltaikanlagen, welches von der Europäischen Kommission betrieben und jedem kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Anhand der zu erwartenden Solarerträge kann die ideale Dimensionierung der Anlage genau ermittelt werden, auch detaillierte Verbrauchsstatistiken sind mit PVGIS möglich.

PVGIS – Aufbau und Funktionsweise

Die Datenbasis beruht auf exakten und europaweit durchgeführten Langzeitmessungen der Solareinstrahlung. Die ermittelten Werte sind über die Datenbank „Climate-SAF PV GIS” im Multi-User Betrieb abfragbar und erlauben äußerst zuverlässige Prognosen. Einfach die zutreffenden Punkte gemäß Abschnitt „Anleitung für PVGIS” auswählen, zutreffende Werte einpflegen und auf den „Berechnen”-Button klicken. Das Ergebnis ist der zu erwartende Ertrag für eine definierte Periode.

Quelle: https://www.photovoltaik-web.de/photovoltaik/ertragsprognose/pvgis/pvgis

Welche Vorteile bietet PVGIS?

Umfangreiche Einstrahlungsdatenbank „Climate-SAF PV GIS”
Zahlreiche Filtermöglichkeiten
Übersichtliche Vergleichsmöglichkeit von Angeboten und Herstellerangaben

PVGIS verfügt ferner über diverse für die Photovoltaik relevante Zusatzoptionen:
Linke-Trübung (Turbiditätswert nach Linke): Dieser Wert gibt an, um welchen Wert eine Solarstrahlung der Intensität x bei einem Weg von der Länge y aufgrund der atmosphärischen Trübung geschwächt wird.
Globale/diffuse Einstrahlung: Zeigt das Verhältnis zwischen diffuser und globaler Bestrahlung an.
Optimaler Einstrahlungsgrad: Gibt den optimalen Solareinfallswinkel zum definierten Zeitpunkt aus.

Hat das PVGIS-Tool auch Nachteile?

Kaum, lediglich die Auflösung topographischer Daten ist etwas gewöhnungsbedürftig. Bei einem vorgegebenen Raster von 1.000 x 1.000 Meter kann es vor allem in alpinen Lagen durch große Höhengefälle innerhalb kurzer Distanz zu Fehleinschätzungen von PVGIS-Auswertungen kommen.

Wie kann ich PVGIS nutzen?

Das leistungsstarke Tool verfügt über zahlreiche Filter- und Diagnosemöglichkeiten, welche kaum Wünsche offen lassen. So ist beispielsweise eine Umrechnung der Dachneigung von Grad in Zentimeter problemlos möglich.

Anleitung zur Erstellung einer Abfrage mit PVGIS

Zunächst wird oben links ins Eingabefeld der Standort eingegeben und danach der „Suchen”-Button angeklickt. Nun können im jeweiligen Eingabefeld standortspezifische Daten hinterlegt werden, wobei Wertober- und Wertuntergrenzen jeweils eingeblendet sind:

  • Einstrahlungsdatenbank: Hier können Sie die Auswahl treffen zwischen „Classic PVGIS” und der aktuellen „Climate-SAF PVGIS”
  • Modul-Technolgie: Hier wird spezifiziert, ob es sich um polykristalline bzw. monokristalline Module, CIS, CdTe oder Dünnschichtmodule handelt.
  • Installierte PV-Leistung: Um eine aussagekräftige Vergleichsbasis mit anderen Standorten zu haben, sollte die Ertragsprognose stets umgerechnet auf 1 kWp angegeben werden. Bei „installierte PV-Leistung” daher immer 1 kWp eingeben!
  • Geschätzte Systemverluste: Der Prozentwert sollte Systemverluste, wie z.B. Leistungsverluste durch Kabel oder Wechselrichter etc. wiederspiegeln.
  • Montageoptionen: Es wird zwischen freistehenden Anlagen, Modulen mit Aufständerung sowie Aufdach- und Indach-Montagen unterschieden.
  • Neigungswinkel: Hier geben Sie die Neigung des Daches bzw. der Aufständerung in Grad ein.
  • Azimut: Das Feld erfasst die Himmelsausrichtung der PV-Anlage. Diese kann über Google-Earth ermittelt werden.
  • Tracking-Options: Mittels eines im Tool implementierten Tracking-Plugins kann der prognostizierte Ertrag eines nachgeführten PV-Systems annähernd errechnet werden. Bei einem einachsigen Nachführsystem geben Sie hier je nach Bauart die Ausrichtung für die vertikale oder die geneigte Achse ein.
  • Horizontdatei: Es besteht die Möglichkeit, eine Datei mit speziellem Horizont oder verschattenden Elementen hochzuladen.
  • Diagramme: Wird diese Option aktiviert, werden zu den Auswertungen auch die entsprechenden Diagramme angezeigt.
  • „Zeige Horizont”: PVGIS kann nicht nur die in einem bestimmten Gebiet voraussichtlich herrschende Sonneneinstrahlung berechnen, sondern hält auch die topographischen Geländedaten evident. Diese werden angezeigt und im Ergebnis berücksichtigt, sobald dieser Punkt aktiviert wird.
  • Outputformate: Es kann zwischen der Ergebnisanzeige am Monitor und der Abspeicherung als Textdatei bzw. pdf-Dokument gewählt werden.

Einflussgrössen

Folgende Faktoren haben Einfluss auf den Photovoltaik-Ertrag:

  • Jahresverlauf der Einstrahlung (z.B. Einspeisungsspitzen im Sommer, Zuspeisungsbedarf aus dem Stromnetz im Winter)
  • Bauart, Neigungswinkel sowie alters- bzw. nutzungsbedingte Leistungsdegradiation der Solarmodule
  • Dachneigung und Verschattung
  • Geografische Lage (die Sonneneinstrahlung ist im Süden intensiver als in nördlichen Regionen)
  • Höhenlage (je höher, desto stärker die Solareinstrahlung),
  • Mikroklima (bewölkungsärmere Gegenden weisen höherer Solarstrahlung auf)

Was kann die neue Version PVGIS 5?

PVGIS 5 bringt dank der Kombination von Satellitendaten und Werten der Realanalyse spürbare Verbesserungen bezüglich der räumlichen Datenabdeckung, der Verlängerung der Timelines sowie hinsichtlich der Genauigkeit implementierter Schätzmodelle. Anstelle früher üblicher Langzeitdurchschnitte verwendet PVGIS 5 jetzt das komplette Dataset der Stundenwerte für mehrere Jahre sowie adäquate Statistikwerte. Ein neues Feature von PVGIS 5 ist „TMY”, dessen Daten über Strahlungsintensität, Temperaturzonen und Luftfeuchtigkeit unter anderem Studien zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden erleichtern.

Fazit

Photovoltaik stellt zweifelsfrei die Energieform der Zukunft dar und hilft nachweislich mit, die globale Energiebilanz nachhaltig zu verbessern. Bereits bei der Planung einer Solaranlage ist eine zuverlässige Prognose über zu erwartende Energieerträge elementar, um die Anlage richtig dimensionieren und technisch ausrüsten zu können.

Eine derartige Potenzialanalyse hat alle relevanten Einflussgrößen, wie Himmelsausrichtung, Dachneigung, Montageart etc. zu berücksichtigen. Das Tool „PVGIS” erfüllt das gesamte Anforderungs-Portfolio in beeindruckender Weise. Eine hohe Benutzerfreundlichkeit durch leicht editierbare Parameter geht mit einer übersichtlichen Auswahl zahlreicher Optionen einher, die allesamt dazu beitragen, die Messgenauigkeit des Tools entscheidend zu erhöhen.

Auch wir bei EIGENSONNE benutzen dieses Tool, um die für Sie und Ihre Bedingungen beste Anlage zu planen. Wünschen Sie eine Beratung und ein kostenfreies Angebot, dann kontaktieren Sie uns per E-Mail oder rufen Sie uns einfach an!

Lassen Sie sich in wenigen Sekunden eine erste Renditeanalyse ausrechnen!

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