Gute Ausbeute: Photovoltaik Recycling

Schön, dass Sie diesen Artikel aufgerufen haben! Denn das zeigt, dass Sie sich nicht nur für eine sehr wirtschaftliche und nachhaltige Energieversorgung interessieren, sondern dass Sie auch noch viel weiter denken. Weit über die zu erwartende Lebensdauer von 30 Jahren einer Photovoltaikanlage hinaus.

Bevor wir ins Detail gehen, beantworten wir Ihnen die vier häufigsten Fragen, die Interessenten an uns herantragen.

Was kostet mich die Entsorgung?

Die Entsorgung ist für Privatleute kostenfrei. Lediglich die Demontage und den Transport der Komponenten zu einer Sammelstelle müssen Sie selber organisieren oder beauftragen. Alle Komponenten einer Photovoltaikanlage fallen unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz und können an öffentlichen Wertstoffhöfen abgegeben werden.

Sind PV-Module vollständig recyclebar?

Je nach Modultyp (Erläuterung weiter unten) können bis zu 96% der verarbeiteten Rohstoffe wiederverwertet werden. Die eigentliche Einschränkung ist wie sooft die Wirtschaftlichkeit. Der Zeit- und Arbeitsaufwand, um beispielsweise Lötstellen zu separieren und wiederverwertbar machen zu können, ist einfach unverhältnismäßig hoch. Deswegen wandert leider noch ein kleiner Prozentanteil der ausgedienten PV-Module in die Verbrennungsanlage.

Aus welchen Materialien setzen sich Photovoltaik-Module zusammen?

Die mengenmäßigen Hauptanteile der Module, unabhängig von der Technologie, sind Glas und das Aluminium des Rahmens. Weitere Rohstoffe, die Verwendung finden, sind in untenstehender Tabelle aufgeführt.


Quelle: https://www.bine.info/fileadmin/content/Publikationen/Projekt-Infos/2010/Projektinfo_02-2010/projekt_0210_internetx.pdf

Wer führt das Recycling durch?

Das Recycling wird von PV-Cycle koordiniert. PV-Cycle ist eine weltweit tätige Organisation, 2007 von PV-Herstellern gegründet und 2010 in Betrieb genommen.

Bis dahin haben einzelne Unternehmen, die sich ohnehin schon auf Recycling spezialisiert hatten, in kleinen Anlagen PV-Schrott „entsorgt”. Meist – der Wirtschaftlichkeit wegen – mit geringer Ausbeute (in bezug auf Wiederverwertbarkeit) und recht hoher Umweltbelastung.

PV-Recycling in der Zukunft

In den kommenden Jahrzehnten wird PV-Recycling noch eine ganz neue Dimension erreichen. Die Schätzungen über die Menge der zu recycelnden PV-Module variiert je nach Quelle. Ein Mittelwert wäre etwa 20 bis 30 Tausend Tonnen Solarschrott pro Jahr schon zu 2020. Ein Wert, der sich aber zehn Jahre darauf wieder vervielfacht haben wird.

Ein ambitioniertes Ziel ist, in der ständigen Entwicklung der Technologien für den PV-Markt auch den Recyclingprozess im Auge zu behalten – also Materialien und Materialverbindungen zu verwenden, die den Recyclingprozess vereinfachen und effizienter gestalten. Im Idealfall könnten so alle Stoffe dem Produktionskreislauf wieder zugeführt werden, wie es derzeit teilweise schon der Fall ist.

Der Siliziumbruch z.B., der beim Auseinandernehmen der Module gewonnen wird, wird gereinigt und kann wieder eingeschmolzen und zu neuen Solarzellen verarbeitet werden. Dabei kommt allerdings Säure zum Einsatz. Diesen und einige andere Aspekte des Recyclings gilt es noch zu optimieren, um Photovoltaik über den Lebenszyklus eines Moduls hinaus zu einer 100%ig nachhaltigen Technologie zu machen.

Wer sich zu dem Recyclingverfahren ein konkretes Bild machen möchte, schaut sich am besten die gelungene Grafik auf der Seite Greenmatch an. Die bietet einen guten Überblick.

Wenn Sie wirklich tief einsteigen möchten in die Materie, empfiehlt sich die Lektüre des „End-of-life Management” Berichts der IRENA (International Renewable Energy Agency).

Wir sind von der Zukunftsfähigkeit der Photovoltaik überzeugt. Wenn auch Sie ein Teil der Energiewende sein möchten und eine eigene Photovoltaikanlage realisieren wollen, rufen Sie uns an an, oder schreiben Sie uns eine E-Mail – wir beraten Sie umfassend und transparent!

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