Geschichte der Photovoltaik

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Energie aus Licht, beziehungsweise Sonnenlicht zu generieren, ist keinesfalls eine neue Erfindung. Bereits 1839 wurden die ersten Beobachtungen der Stromerzeugung bei der Bestrahlung von Platinelektroden gemacht – auch wenn es damals noch keine praktische Anwendung für die Entdeckung gab. Heute ist Photovoltaik als Teil der erneuerbaren Energien nicht mehr wegzudenken.

Die erste Erklärung des photoelektrischen Effekts lieferte 1904 Albert Einstein. Zuvor hatte Edmond Becquerel zwar den Beweis für einen Zusammenhang zwischen Licht und Energieerzeugung geliefert, es konnte aber zunächst kein Nutzen aus dieser Entdeckung gezogen werden.

Eine erste richtige Solarzelle im heutigen Sinne wurde nach der Entwicklung der Halbleitertechnik und der Gewinnung von reinem kristallinen Silizium realisiert. Silizium ist aufgrund seiner geringen Lichtabsorption nicht unbedingt das ideale Material für die Verwendung in Solarzellen, wird aber bis heute in 98% aller Fälle verwendet. Während früher Silizium aus Abfallprodukten der Chipindustrie genutzt wurde, entstand ab 2005 ein ganz eigener Markt für die Herstellung des Halbleitermaterials.

Die Physiker Chapin, Fuller und Pearson bauten die weltweit erste Version einer Siliziumsolarzelle 1954 in Murray Hill, USA. Es war der Startschuss für die Verwendung kristalliner Solarzellen zur Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie.

Vor allem die Raumfahrt wurde zu Anfang mit Solarzellen ausgestattet. 108 Photovoltaikzellen wurden 1958 am Satellit Vanguard montiert und übertrafen bei der ersten Anwendung alle Prognosen bezügliche Energieversorgung bei weitem.

Im Alltag fand Solartechnologie Anwendung in Taschenrechnern, Uhren und später auch in Parkscheinautomaten. Es dauerte Jahrzehnte bis Solartechnologie als Teil der erneuerbaren Energien in Deutschland zum Einsatz kam. Eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der PV-Branche hatte das 1.000-Dächer-Programm, das nach einer Unterbrechung in das 100.000-Dächer-Programm und schließlich im Jahr 2000 in die EEG übersetzt wurde. Bis zum Jahre 2009 wirtschaftete sich Deutschland an die Spitze der Länder mit dem größten Produktionsvolumen an Solarzellen. Ausländische Unternehmen, vor allem aus dem asiatischen Bereich, wurden fortan massiv mit staatlicher Unterstützung gefördert und verdrängten in der Konsequenz mit niedrigen Preisen viele heimische Produzenten vom deutschen Solarmarkt. Auch heute ist es für viele Hersteller deutscher Solarmodule schwierig, am Markt zu bestehen.

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