Photovoltaik Förderung – die Möglichkeiten im Überblick

Der Gesetzgeber möchte die Nutzung alternativer Energien fördern. Nähere Einzelheiten sind im Erneuerbare Energien Gesetz geregelt. Möchten Sie eine Photovoltaikanlage neu installieren oder eine bestehende Anlage erweitern, haben Sie die Möglichkeit, Fördermittel oder zinsgünstige Kredite zu beantragen. Es gibt verschiedene Ansprechpartner auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. 

Da das gesamte Angebot auf den ersten Blick sehr unübersichtlich erscheint, stellt sich die Frage, welche Förderung die richtige ist, welche konkreten Voraussetzungen gegeben sein müssen und wie die Auszahlung erfolgt. Einige Fördervarianten sind mit einem Zuschuss oder einem zinsgünstigen Kredit, andere mit monatlichen Zahlungen oder Zahlungen in regelmäßigen Abständen verbunden. Im Folgenden soll ein Überblick gegeben werden, welche Fördervarianten es gibt, was bei der Antragstellung zu beachten ist und wer für die Bewilligung sowie die Auszahlung der Fördermittel zuständig ist. 

Was ist die Photovoltaik-Förderung?

Im Jahre 2000 wurde das Erneuerbare Energien Gesetz (kurz EEG) erstmals aufgelegt. Seitdem wurde es mehrmals ergänzt und den veränderten Bedingungen angepasst. In dem Gesetz ist geregelt, dass die Privatpersonen und Unternehmer, die eine Photovoltaikanlage, eine Windkraftanlage, eine Wasserkraftanlage oder eine andere Anlage zur Erzeugung von Strom aus alternativen Quellen errichten möchten, finanziell gefördert werden können.

Gerade in den Anfangsjahren war es ohne eine zusätzliche Unterstützung kaum denkbar, dass sich regenerative Energien auf dem Markt gegen den Strom aus herkömmlichen Quellen durchsetzen. Dies zu ändern, sollte Aufgabe des EEG und der Photovoltaik-Förderung sein. Das ist größtenteils gelungen, denn die Zahl der Photovoltaikanlagen ist in den letzten Jahren stark gestiegen.

Das Gleiche gilt auch für Windkraft- oder Wasserkraftanlagen. Fördermittel sind nach wie vor in hohem Maße vorhanden. An einigen Stellen wurden jedoch schrittweise Kürzungen vorgenommen. Das trifft insbesondere auf die Einspeisevergütung zu, die der Betreiber einer Photovoltaik- oder Windkraftanlage erhält, wenn er den Strom, den er mit seiner Anlage erzeugt hat, aber nicht selbst benötigt, in das lokale öffentliche Stromnetz einspeist. 

Welche Arten der Photovoltaik Förderung gibt es?

In erster Linie wäre momentan noch die Einspeisevergütung zu nennen. Ihre Höhe ist variabel und richtet sich nach dem Monat, in dem die Photovoltaikanlage in Betrieb gegangen ist. Anschließend wird sie über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Der Betreiber einer Photovoltaikanlage kann sicher planen und mit festen monatlichen Einnahmen rechnen. 

Weitere Fördermöglichkeiten sind die Kredite der KfW. KfW ist die Abkürzung für Kreditanstalt für Wiederaufbau. Dort gibt es zinsgünstige Darlehen, die eine Laufzeit von 5, 10 oder 20 Jahren haben können.

Neben der KfW können sich der Bund, die Bundesländer und die Gemeinden finanziell an der Förderung von Photovoltaikanlagen beteiligen. Auch hier gilt, dass die Voraussetzungen variabel sind und sich ständig ändern.

Des Weiteren gibt es zahlreiche Zuschüsse von den Energieversorgungsunternehmen. Sie können für eine neue Anlage oder die Erweiterung einer bestehen Anlage gewährt werden. Es kommt immer auf die Förderbedingungen an. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie diese kennen, bevor Sie einen Antrag stellen.

Einspeisevergütung

Eine zentrale Rolle bei der Photovoltaik Förderung spielt die Einspeisevergütung. Sie wird grundsätzlich immer von dem lokalen Stromnetzbetreiber gezahlt, in dessen Netz der Solarstrom eingespeist wird. Für Anlagen, die am 1. Oktober 2019 in den Betrieb gehen werden, wird über einen Zeitraum von 20 Jahren eine Einspeisevergütung in Höhe von 10,18 Cent pro kWh gezahlt. Dieser Betrag gilt für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 10 kWP. Für Anlagen mit einer Leistung von bis zu 40 kWP werden 9,90 Cent und für Anlagen mit einer Leistung von bis zu 100 kWP 7,78 Cent gezahlt. Die Höhe der Einspeisevergütung ist grundsätzlich nicht konstant, sondern wird für jeden Monat neu festgelegt. Das gilt aber nur für den Monat der Inbetriebnahme. Wer seine Anlage in Betrieb genommen hat, erhält die entsprechende Vergütung über den gesamten Förderzeitraum von 20 Jahren. 

Für weitere Informationen lesen Sie unseren Artikel Einspeisevergütung.

Eigenverbrauch als direkte Einnahmequelle

Die Erzeugung von Solarstrom für den Eigenverbrauch stellt für die meisten Betreiber von Photovoltaikanlagen eine vorrangige Motivation dar. Dieser Strom ist deutlich preiswerter als der Strom, der vom örtlichen Stromversorger zu beziehen ist. Insbesondere dann, wenn der eigene Energiebedarf sehr hoch ist, besteht durch die Nutzung von selbst erzeugtem Strom die Chance, langfristig zu sparen. 

Förderung durch die KfW Bank – zinsgünstige Darlehen

Die KfW Bank bietet für Privatpersonen, die eine Photovoltaikanlage in Betrieb nehmen möchten, zinsgünstige Darlehen an. Der erste Anlaufpunkt für die Interessenten an diesem Darlehen ist in der Regel nicht die KfW, sondern die Hausbank. Sie wird die persönliche Bonität prüfen und alles weitere veranlassen. Die Darlehen der KfW sind mit einem variablen Zinssatz ausgestattet. Er ist abhängig von der Bonität des Antragstellers, jedoch meistens deutlich niedriger als der Zinssatz, der für andere Kredite gezahlt werden muss. Wer sich für ein Darlehen der KfW interessiert, kann sich mit allen Fragen direkt an die Hausbank wenden. 

Neben dem Kredit der KfW haben Sie auch bei uns die Möglichkeit, Ihre EIGENSONNE-Anlage über einen unserer Partner zinsgünstig und ohne Anzahlung zu finanzieren. Eine erste Übersicht dafür finden Sie hier. Sollten Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie unsere Solarberater gerne darauf an. Sie erreichen uns telefonisch oder per Mail.

Förderung durch die Bundesländer und die Gemeinden

Einige deutsche Bundesländer bieten spezielle Förderprogramme für die zukünftigen Betreiber von Photovoltaikanlagen an. Sie sind an verschiedene Bedingungen geknüpft. Ein Zuschuss kann für die Neuerrichtung oder die Erweiterung einer Anlage gezahlt werden. Neben der Förderung einer Photovoltaikanlage ist auch der Bau und die Inbetriebnahme von einem Batteriespeicher grundsätzlich förderfähig.

Ob und in welchem Umfang das geschehen kann, legen die Bundesländer fest. Möchten Sie Klarheit erhalten, welche Förderprogramme für Sie in Frage kommen, können Sie einen Schnelltest über das Portal co2online durchführen. Sie müssen lediglich Ihre Postleitzahl eingeben und einige wenige Angaben zur Photovoltaikanlage machen. Anschließend erhalten Sie verschiedene Infos, für welche Förderprogramme Sie die Bedingungen erfüllen. Kriterien sind unter anderem die Betriebsdauer sowie der Installationsort der Photovoltaikanlage. 

Falls Sie weitere Fragen zu Finanzierungsmöglichkeiten haben, stehen Ihnen unsere Solarexperten mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns bei der Beratung einfach darauf an. 

Neben den deutschen Bundesländern gibt es auch einige Gemeinden, die spezielle Förderprogramme zur Inbetriebnahme von einer Photovoltaikanlage in ihrem Einzugsbereich anbieten. Das trifft unter anderem auf die Städte München, Münster, Freiburg und Köln zu. Ansprechpartner ist die Stadt- und Gemeindeverwaltung. Sind Sie hingegen an den Förderprogrammen des Bundes und der Länder interessiert, ist es empfehlenswert, dass Sie sich über die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie kundig machen. Hier finden Sie auch die Ansprechpartner für die jeweiligen Förderprogramme.

Die Zuschüsse des Bundes werden nur noch für die Photovoltaikanlage, aber nicht mehr für Batteriespeicher gezahlt, da die Förderprogramme für Batteriespeicher im Jahre 2018 eingestellt worden sind. Die Bundesländer und die Gemeinden können Batteriespeicher aber nach wie vor – zumindest teilweise – fördern. 

In unserem PDF EIGENSONNE-Fördermittel-Ratgeber (Stand September 2019) haben wir für Sie alle aktuellen Förderprogramme zusammengestellt. Wir werden es regelmäßig aktualisieren und Sie auf dem Laufenden halten!

Welche Vorteile bestehen durch die Photovoltaik-Förderung?

Nutzen Sie Ihre Photovoltaikanlage nicht nur für den Eigenverbrauch, sondern speisen Strom in das öffentlich Stromnetz ein, erzielen Sie einen Gewinn in Form der Einspeisevergütung. Deshalb können Sie viele Vergünstigungen in Anspruch nehmen, die auch für Unternehmer gelten. Dabei handelt es sich unter anderem um Steuervorteile und um Abschreibungen. Die Steuervorteile beziehen sich unter anderem auf die Einspeisung von Strom, die Kosten für die Anschaffung und die Wartung, die Reparatur, die Betriebsausgaben sowie notwendige Umbauten, die am Dach durchgeführt werden müssen. 

Vielfach stellt sich die Frage, ob eine Einspeisung in das öffentliche Netz oder der Eigenverbrauch im Jahre 2019 wirtschaftlicher ist. Diese Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, sondern hängt von zahlreichen Faktoren ab. Generell lässt sich eine Tendenz feststellen, die immer mehr hin zum Eigenverbrauch führt. 

Gibt es in Österreich eine Photovoltaikförderung?

Seit dem Jahre 2019 haben Sie auch in Österreich die Chance, eine Photovoltaik Förderung zu erhalten. Sie kann aus einem Investitionszuschuss in Höhe von bis zu 250 Euro pro Kilowattstunde und einer Einspeisevergütung in Höhe von aktuell 7,67 Cent bestehen. Nähere Infos erteilen die zuständigen Stellen in Österreich. 

Was passiert nach dem Ablauf der Einspeisevergütung?

Nach dem Ablauf der Einspeisevergütung dient die Photovoltaikanlage in erster Linie dem Eigenverbrauch. Es besteht außerdem die Möglichkeit, den erzeugten Strom, der nicht selbst benötigt wird, allein am regionalen oder überregionalen Strommarkt anzubieten. Hier steht der Erlös – im Gegensatz zur Einspeisevergütung – nicht von vornherein fest, sondern wird durch Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt bestimmt. Jeder Betreiber einer Photovoltaikanlage kann nun entscheiden, ob ihm das Angebot so lukrativ erscheint, dass er es nutzen möchte oder ob er lieber davon Abstand nimmt. 

Fazit 

Der Gesetzgeber hat viele Möglichkeiten geschaffen, den Bau und die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage zu fördern. Es ist nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Die Chancen stehen gut, dass jeder zukünftige Betreiber die passende Förderung findet. Sie kann von der KfW, vom Bund und den Ländern sowie von einigen Gemeinden ausgereicht werden. Seit dem Jahre 2019 gibt es auch in Österreich eine Photovoltaik Förderung.

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