Neue Photovoltaikanlage: Lohnt es sich auf eine Förderung zu warten?

Du denkst über eine Photovoltaikanlage auf Deinem Hausdach nach? Glückwunsch, damit sparst Du Stromkosten und schonst zugleich unsere Umwelt. Nun, wo eine Ampel-Koalition in greifbarer Nähe scheint, zögern viele Menschen jedoch noch mit dem Kauf oder der Miete einer Solarstromanlage. Lohnt es sich vielleicht noch ein paar Monate auf eventuelle Förderprogramme der neuen Regierung zu warten? Hier erfährst Du unsere Einschätzung dazu.

Alle Zeichen stehen auf Ampel … irgendwann

Gut einen Monat nach der Bundestagswahl 2021 sind die Sondierunsgspräche zwischen den drei potentiellen Regierungspartnern SPD, FDP und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN abgeschlossen. Es geht also los mit den richtigen Koalitionsverhandlungen. Die drei Partner liegen jedoch in vielen Punkten weit auseinander. Dennoch wollen sie bis Anfang Dezember eine neue Regierung stellen. Andere scherzen – auch mit Blick auf die durch die FDP gescheiterten Koalitionsverhandlungen 2017 –darüber, dass unsere Noch-Kanzlerin Angela Merkel sich besser schon einmal auf ihre nächste Neujahrsansprache einstellt. 

Insgesamt ist also noch Geduld gefragt, vor allem da jede neue Regierung oft erst nach Monaten ihre Vorhaben in Gesetze gießen kann.

Wo gibt es jetzt schon eine Solarpflicht?

Photovoltaikanlagen müssen auf allen geeigneten Dächern installiert werden, fordern viele Umweltschützer und Klimaaktivistinnen. Einige Gemeinden und auch Bundesländer preschen hier bereits vor. Sie haben eine Solarpflicht eingeführt oder planen dies. So gibt es in Waiblingen sogar schon seit 2006 eine Solarpflicht für Neubauten. Andere, auch größere Städte wie Hamburg ziehen nach. Mal gelten die Regelungen ab 2023, mal für Neubauten, mal für Parkplätze über 100 Stellplätze, mal für Gewerbe … Es ist ein Flickenteppich und für viele Bürger verwirrend. Umso mehr hoffen viele, dass es eine bundesweit einheitliche Regelung geben wird. Wir haben hier schon mal eine Übersicht über bestehende Regelungen erstellt.

Kommt die generelle Solarpflicht unter der Ampelkoalition?

Der Kampf gegen den Klimawandel und damit die Förderung Erneuerbarer Energien ist allen drei Parteien der Ampelkoalition ein Anliegen. Nur das Wie ist heiß umkämpft. Eine bundesweite Solarpflicht für alle Gebäude scheint unterdessen vom Tisch. Keine Überraschung, nicht einmal die GRÜNEN forderten eine solche Regelung explizit in ihrem Wahlprogramm. Darin hieß es lediglich: “Deshalb werden wir Solardächer fördern und zum Standard machen. Beginnend mit Neubauten, öffentlichen und Gewerbegebäuden sowie Dachsanierungen wollen wir diesen neuen Standard perspektivisch auf den Bestand ausweiten.”

Auch das Selbstbildnis der FDP als freiheitliche Partei gegen Verordnungen und für Anreize widerspricht einer Solarpflicht eher.

Der Kompromiss im zwölfseitigen Sondierungspapier der drei Parteien spiegelt diese unterschiedlichen Positionen wieder: „Alle geeigneten Dachflächen sollen künftig für die Solarenergie genutzt werden. Bei gewerblichen Neubauten soll dies verpflichtend, bei privaten Neubauten soll es die Regel werden.“Also kommt voraussichtlich keine flächendeckende Solarpflicht für private Häuslebauer und Eigenheimbesitzerinnen in Deutschland. Welche Fördermöglichkeiten es bereits jetzt gibt? Wir haben hier einen großen Überblick für Dich erstellt.

Keine Pflicht, sondern eine Förderung für Solarstromanlagen?

Da alle drei Parteien den menschengemachten Klimawandel als enorme Bedrohung für unsere Zukunft anerkennen und bekämpfen wollen, stehen andere Mittel zur Erhöhung der privaten Ökostromproduktion im Raum. Eine Solarstromförderung, die auch private Hausbesitzerinnen erreicht, wäre eine Option. Dies entspräche auch mehr dem derzeit kommunizierten “Zuckerbrot statt Peitsche”-Stil der Koalitionäre. 

Zugleich aber scheint das Zuckerbrot knapp zu werden. Denn es soll sowohl die Schuldenbremse eingehalten werden als auch keine Steuererhöhungen kommen. 

Die Vereinbarung nach den Sondierungen enthält zwar 18-mal  Formulierungen wie “fördern” oder “gefördert werden”, aber leider nie im Zusammenhang mit privaten Photovoltaikanlagen. Ob eine Förderung für neue Solarstromanlagen überhaupt kommt, ob diese dann gegebenenfalls auch für Eigenheimbesitzer zur Verfügung steht und wie hoch sie ausfallen könnte, steht also in den Sternen.

Lohnt sich das Warten auf eine eventuelle Solarstromanlagenförderung? 

Es ist alles in allem also alles andere als sicher, dass es eine bundesweite Förderung für Privatpersonen geben wird, die ihr selbst genutztes Wohnhaus mit einer Photovoltaikanlage aufrüsten wollen. Selbst falls diese käme, dürfte noch einige Zeit verstreichen. Erst die Koalitionsverhandlungen, dann Winterpause, dann das Gesetzgebungsverfahren und das Ausrollen in den Behörden – das alles dauert erfahrungsgemäß Monate. So könnte sich der Bau Deiner neuen Photovoltaikanlage bis weit ins kommende Jahr verzögern. Zudem sind die bürokratischen Hürden groß und Wartezeiten wie hier bei ZEIT ONLINE beschrieben teilweise lang.

Warum solltest Du nicht auf eine eventuelle Förderung warten?

Unsere Antwort in drei Worten: Der Winter kommt. In der kalten Jahreszeit verbrauchen die meisten von uns deutlich mehr Strom. Ob für Licht, Home Entertainment oder weil Du lieber Dein E-Auto lädst statt mit dem Fahrrad zur Arbeit zu pendeln – es wird besonders teuer dieses Jahr. Die Energiepreise steigen derzeit enorm. Im Jahresdurchschnitt verbraucht eine Familie im Eigenheim rund 4000 kWh jährlich. Das schlägt schnell je nach Anbieter mit mehr als 1200 € Stromrechnung zu Buche, mit leider sehr deutlicher Tendenz nach oben.
Auch wenn eine Photovoltaikanlage im Herbst und Winter “nur” ein Viertel der Stromernte eines Jahres erzeugt: Bei einer durchschnittlichen Produktion von Solarstrom von mehr als 6000 kWh pro Jahr, kannst Du gewaltig sparen.

Drei Gründe nicht mit Deiner Photovoltaikanlage zu warten

  1. Wer wartet, zahlt mehr Stromkosten
    Du hättest so nämlich die vollen Stromkosten für diesen Herbst und Winter zu stemmen. Du verlierst Einsparungen in Höhe von 40-80% Deiner aktuellen Stromkosten. Zudem weiß leider niemand genau, ob es überhaupt eine solche Förderung für private Solaranlagen überhaupt geben wird und welche Bedingungen daran geknüpft sein könnten. 

  2. Wer wartet, bekommt eine geringere Einspeisevergütung
    Dieser Ausgleich für den nicht selbst genutzten Solarstrom, den Du in das Netz einspeisen kannst, sinkt durch die EEG Novelle kontinuierlich. Die Einspeisevergütung verringert sich mit jedem Monat, den die PV-Anlage später an das Netz angeschlossen wird. Dann ist sie allerdings auf 20 Jahre in dieser Höhe garantiert.
  1. Wer wartet, leidet eventuell unter globalen Lieferengpässen
    Wie derzeit oft zu lesen ist: Viele Branchen und Materialien sind derzeit und wohl auch künftig von globalen Lieferengpässen betroffen. Ob in einigen Monaten noch alle gewünschten Komponenten für Deine Solaranlage zum gleichen Preis und in gleicher Qualität verfügbar sind, scheint unsicher. Zudem wirkt sich auch die Stromkrise in China negativ auf die Preise für Materialien und Komponenten aus, die Hersteller von Solarmodulen benötigen.

Unser Fazit

Wer wartet, zahlt also vermutlich drauf. Für eine staatliche Förderung, die vielleicht irgendwann und in unbekannter Höhe kommen könnte, entstehen zeitgleich reale Opportunitätskosten. Solche Opportunitätskosten sind hierbei der entgangene Nutzen einer Photovoltaikanlage – das monetäre und ökologische “Hätte hätte Fahrradkette” quasi.

Wenn Du lieber heute als morgen beim Strom sparen und dich von den steigenden Strompreisen abkoppeln möchtest, beraten wir Dich gerne zum Kauf oder zur Miete einer Photovoltaikanlage!


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