Unsere Gründer im Interview

Ich muss mir nur jeden Tag die Nachrichten durchlesen und finde genug Motivation, mit EIGENSONNE für die nächste Generation die Energiewende voranzutreiben!

– Michael Aigner, Co-CEO und Gründer

Wie entstand die Idee zu EIGENSONNE?

Moritz: Für mich war nach mehreren und erfolgreichen Jahren bei anderen Firmen die Zeit gekommen, etwas Eigenes aufzubauen. Dabei war es mir wichtig, dass mein künftiges Unternehmen erfolgreich ist, aber auch etwas Gutes in der Welt bewirkt. Im Rahmen eines Inkubators für Start-ups entwickelten wir dann das EIGENSONNE Konzept, Photovoltaik digital und smart für alle verfügbar zu machen. Diese Idee hat uns gepackt! Alle fossilen Brennstoffe in Haus und Auto mit smart ausgesteuerter grüner Energie zu ersetzen, ist aus unserer Sicht die Zukunft. 

Mitch: Ich bin über einen Studienkollegen zufällig zum Company Builder gekommen, der mit unserem Hauptinvestor, der EWE, innovative Ideen verprobt hat. Nach der Gründung meines vorherigen Start-ups hatte ich mich entschieden, dass ich bei meiner nächsten Gründung den Fokus auf Nachhaltigkeit setze – die Idee für EIGENSONNE war dann ein perfekter Fit!

Könnt Ihr das Geschäftsmodell hinter EIGENSONNE in drei Sätzen beschreiben?

Moritz: Wir verschaffen allen Menschen Zugang zu grüner, intelligent ausgesteuerter Energie. Aktuell fokussieren wir uns dazu auf den Vertrieb und die Installation von Photovoltaikanlagen, Stromspeichern und Ladesäulen für E-Autos


Mitch: Unser Ziel ist es dabei, einen neuen grünen, dezentralen Energieversorger aufzubauen, der allen Menschen die smarte Elektrifizierung ihrer Haushalte und somit die Teilnahme an der Energiewende ermöglicht. Wir sehen aktuell, dass traditionelle Energieversorger nicht mehr die richtigen Antworten auf aktuelle Fragestellungen haben – daher könnte das Timing für EIGENSONNE nicht besser sein.

Mit wie vielen Leuten habt Ihr die erste PV-Anlage verkauft?

Moritz: Als wir unsere erste Anlage verkauft haben, waren wir nur fünf Personen im EIGENSONNE Team. Das war ein toller Erfolg, seitdem wachsen wir immer weiter und sind heute fast 400 Leute. Ich habe am Anfang den Verkaufsprozess selbst aufgebaut und operativ in vielen Bereichen gearbeitet,  um die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden optimal zu verstehen. Dabei habe ich auch eine Anlage verkauft, bei der einen ist es bis heute geblieben.

Was war Eure größte Herausforderung am Anfang?

Moritz: Es war eine Herausforderung, ein konkretes und erfolgreiches Geschäftsmodell von der Grundidee „grüner, smarter Strom für alle“ abzuleiten. So wollten wir zum Beispiel ursprünglich eine Plattform für Handwerksbetriebe und Stromanbieter aufbauen. Durch besseres Verständnis des Marktes und der Kunden wurde uns dann klar: Wir müssen selbst ein Handwerksunternehmen sein und dabei unser Wissen um digitale Prozesse einbringen.

Mitch: Das war unser erstes großes Learning und direkt eine schöne Herausforderung: Weg von der Plattform und der Arbeit mit Fremdfirmen hin zu eigenen Handwerkerteams in ganz Deutschland. Wir sind auch stolz darauf, wie das geklappt hat und was für tolle Teams überall in der Republik im gelben EIGENSONNE Transporter unterwegs sind.

Von Berlin aus Montageteams in ganz Deutschland aufbauen und dirigieren – wie gelingt das?

Moritz: Das klappt nur mit den richtigen Leuten, dem passenden Know-how und einer starken digitalen Plattform, die die Arbeit möglichst effizient macht. Du brauchst Menschen, die mit Spaß und Leidenschaft für die Energiewende bei der Sache sind.

Mitch: Mir macht es extrem Spaß, mit einem so diversen und interdisziplinären Team zu arbeiten. Wir haben neben klassischen Mitarbeitenden von Start-ups wie Programmierern, Marketing-Expertinnen und Sales Managern eben auch den 50-jährigen Handwerksmeister oder den langjährigen Elektriker bei uns im Team. Gleichzeitig ist es eine Herausforderung, den Spagat zwischen Büro und Baustelle gut hinzubekommen. Wir schaffen das dank unserer regionalen Führungskräfte vor Ort. Sie werden von unseren Handwerkern und Handwerkerinnen akzeptiert und agieren zugleich als Brücke ins Büro.

Wie plant und baut man eine PV-Anlage ohne vorherigen Vor-Ort-Termin?

Moritz: Dank unseres erfahrenen Teams und unserer digitalen Tools benötigen wir keinen Vor-Ort-Termin. Wir holen schon vorher die richtigen Informationen ein, inklusive Fotos vom Dach und vom Zählerschrank. So ist die Planung der PV-Anlage auch für den Hausbesitzer einfach und flexibel. Und wir können schneller arbeiten, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen.

Mitch: Für mich entscheidend ist hier ganz klar die Digitalisierung. Wir verwenden viele verfügbare Daten wie Satellitenbilder, Einstrahlungsdaten für die Renditeberechnung etc. Was darüber hinaus noch fehlt, da helfen die Fotos, die unsere Kunden und Kundinnen hochladen, zum Beispiel vom Ziegeltyp oder dem Zählerschrank. Auf dieser Basis planen wir dann in 3D, direkt auf Modellen der Häuser unserer Kunden. Dies besprechen und adaptieren wir direkt mit dem Kunden in einem interaktiven Videocall. Wer bei EIGENSONNE kauft, sieht vorher schon genau, was er oder sie bekommt und wie die Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach aussieht. Das schätzen unsere Kundinnen und Kunden.

Was motiviert Euch jeden Tag?

Moritz: Das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und die kreative Energie, die man freisetzt, wenn man etwas Neues erschafft und weiterentwickelt.

Mitch: Ganz ehrlich, ich bin gerade Vater geworden – ich muss mir nur jeden Tag die Nachrichten durchlesen und finde genug Motivation, mit EIGENSONNE für die nächste Generation die Energiewende voranzutreiben!

Was macht für Euch die Kultur von EIGENSONNE aus?

Moritz: Offenes, faires, partizipatives Miteinander – das ist für mich EIGENSONNE: Die unglaubliche Vielfalt an Charakteren zwischen Handwerkern, Techies, Vertrieblern, Ingenieurinnen etc. macht mir Freude und ist das Geheimnis unseres Erfolgs.

Mitch: Dieses positive Miteinander stammt schon aus unseren Anfangstagen. Noch vor der konkreten Geschäftsidee, haben wir gemeinsam überlegt, wie wir zusammenarbeiten wollen und welche Werte uns wichtig sind. Hier kann man vor allem Transparenz und Empowerment nennen – Werte, die wir bis heute ganz klar leben. Deswegen zeigen wir allen neuen Mitarbeitern eine Präsentation über unsere Unternehmenskultur, die wir damals auf einem Bauernhof in Brandenburg erstellt haben.

Was war der größte Fehler, den Ihr während Eurer Zeit bei EIGENSONNE gemacht habt? Was habt Ihr daraus für Euch mitgenommen und gelernt?

Moritz: Wir beide als Gründer haben zu lange alle Fäden in der eigenen Hand gehalten. Eine Firma wie EIGENSONNE braucht ein breit aufgestelltes Führungsteam, mit ganz verschiedenen Schwerpunkten und Expertisen. Wir haben inzwischen ein solches Team an Führungskräften aufgebaut. Gemeinsam mit diesen tollen und engagierten Kolleginnen und Kollegen treiben wir unsere Entwicklung noch besser voran. Vorher drohten wir zuweilen den Fokus zu verlieren.

Jetzt sind wir als Führungsteam stärker, weil wir viele Kompetenzen vereinen und alle an einem Strang ziehen. So können wir zum Beispiel die nächsten großen Schritte wie eine Reorganisation oder neue Produktpaletten weit im Voraus planen und optimal umsetzen.

Mitch: Da kann ich Moritz nur zustimmen, wir haben zu lange alles alleine gestemmt. Seit wir mehr von den richtigen, erfahrenen Führungspersönlichkeiten an Bord haben, segelt unser gemeinsames Schiff EIGENSONNE noch besser und schneller.  Sie bringen enorme Expertise für ihre Bereiche mit und das macht uns alle besser.

Was war der größte Erfolg?

Moritz: Für mich war das unsere Entwicklung vom Start-up zum Scale-up. Im Zuge dieses Wachstums haben wir zum Beispiel 2020 unseren Verkaufsprozess komplett revolutioniert. Mit der Erfahrung aus den ersten drei Jahren haben wir alle Schritte neu gedacht und unseren Fokus auf den Kunden nochmal geschärft. Jetzt arbeiten wir smarter und enger vernetzt – so kann jede*r unserer Solarberater*innen dreimal mehr Kunden mit ihrer eigenen EIGENSONNE Photovoltaikanlage beglücken.

Mitch: Durch diesen Umbau sind wir auch noch flexibler geworden, noch besser auf die Anforderungen des Markts ausgerichtet. Fit für die Energiewende quasi!

Die Solarbranche boomt – und steht vor riesigen Herausforderungen. Wie gestaltet Ihr die Zukunft von EIGENSONNE und damit auch die Energiewende mit? 

Moritz: Zwei große Herausforderungen stehen für uns im Vordergrund: Der Fachkräftemangel und die Frage, wie wir alle Menschen bei der notwendigen Energiewende mitnehmen und einbinden können.

Nur, wenn viele selbst Gestalter*innen der Energiewende werden, kann diese gelingen. Daher entwickeln wir neue Tarife und Erwerbsoptionen, um den Weg zum eigenen Sonnenstrom so einfach und erschwinglich wie möglich zu gestalten.
Zusätzlich begegnen wir der deutschlandweiten Herausforderung durch den Fachkräftemangel, indem wir eigene Monteure und Elektrikerinnen um- oder weiterbilden. 


Mitch: Wir haben noch so viel Raum um in unserem Kerngeschäft zu wachsen und werden das auch tun. Gleichzeitig haben wir bereits viele neue Ideen, um auch auf anderen Wegen unsere Vision „Smarte Energie für alle“ Realität werden zu lassen und allen Menschen die smarte Elektrifizierung ihrer Häuser zu ermöglichen. Es bleibt spannend, das können wir versprechen!