kWp (Kilowatt Peak) – Die Leistung der Photovoltaik misst sich in Kilowatt Peak

Kilowatt ist das Maß für die elektrische Leistung einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage). Da diese jedoch abhängig von den jeweiligen Bedingungen ist, zu denen beispielsweise die Temperatur gehört, stellt die Nachsilbe „Peak” eine Vergleichbarkeit her. Die Hersteller testen die Leistung ihrer PV-Anlagen unter standardisierten Bedingungen und weisen die jeweils erbrachten Leistungen im Datenblatt aus. Damit können Sie die Leistung von Anlagen unterschiedlicher Hersteller leichter miteinander vergleichen.

Was heißt Kilowatt Peak?

Kilowatt Peak beschreibt die Höchstleistung einer Photovoltaikanlage in Kilowatt und wird auch als Nennleistung bezeichnet.

Der Unterschied von Kilowatt Peak zu Kilowattstunde

Während der Kilowatt Peak einer PV-Anlage unter genormten Bedingungen als sogenannte installierte Nennleistung der PV-Anlage ermittelt wird, wird die Maßeinheit Kilowattstunde zur Angabe des tatsächlich unter realen Bedingungen erzeugten Stroms verwendet. Somit lassen sich die beiden Werte nicht einfach direkt umrechnen. Das funktioniert nur unter Berücksichtigung von Standort, Neigung, Ausrichtung und einigen anderen spezifischen Werten der PV-Module und ergibt in Summe den sogenannten spezifischen Jahresertrag der Solaranlage, gemessen in kWp/kWh.

Was bedeutet „Peak” (p)?

Damit die Leistungen unterschiedlicher Photovoltaikanlagen miteinander verglichen werden können, wird diese unter standardisierten Testbedingungen gemessen. Unter dem Zusatz „Peak” werden die Angaben vom jeweiligen Hersteller auf dem Datenblatt mit der PV-Anlage ausgeliefert.

Wie sind die Standardtestbedingungen?

Die Photovoltaikmodule werden bei einer Temperatur von 25°C getestet. Die Strahlen treffen in einem Winkel von 48,2° auf die Module, in der exakt definierten Stärke von 1.000 W/m2. Das Strahlenspektrum ist in der Norm IEC 904-3 (1989) Teil III beschrieben. Allerdings können die festgelegten Standardtestbedingungen (STC) selbst im Labor nie ganz exakt eingehalten werden, so dass die vom Hersteller angegebenen Werte als Optimum anzusehen sind.

Wie aussagekräftig ist die Nennleistung einer Photovoltaikanlage?

Die Standardtestbedingungen werden selbst in Laboren kaum eingehalten, schließlich heizen sich die Module im Betrieb auch bei einer Umgebungstemperatur von 25° C auf. Daher werden die durch STC ermittelten Werte in der Praxis für gewöhnlich nicht erreicht.

Ergänzend wird daher der Normal Operating Cell Temperature (NOCT) Wert ermittelt, der ebenfalls in den Datenblättern der PV-Anlagen zu finden ist. Dieser geht von 45° C Temperatur und einer Strahlungsstärke von 800 W/m2 aus.

Wie wichtig ist die Nennleistung?

Der Wert gibt Auskunft über einige grundlegende Dinge:

In Deutschland können je Kilowatt Peak jährlich zwischen 800 und 1.000 kWh Strom erzeugt werden. Die dafür benötigte Fläche an Solarzellen ist von der jeweiligen Anlage abhängig. Während Dünnschichtmodule eine Fläche von bis zu zehn Quadratmeter für ein Kilowatt Peak brauchen, kommen monokristalline Module mit ungefähr der halben Fläche aus. Mit Hilfe der Nennleistung können die Preise der Solaranlagen besser miteinander verglichen werden. Ebenso lässt sich damit die Rentabilität einer Anlage bestimmen. Für die korrekte Dimensionierung von Wechselrichter und Kabel ist die Angabe des Kilowatt Peaks ebenfalls wichtig.

Die Nennleistung richtig interpretieren

Die Nennleistung – in Kilowatt Peak angegeben – ist die Leistung der PV-Anlage, die der Hersteller verbindlich garantiert und während der angegebenen Betriebsdauer erreicht wird.

Wie messe ich die Leistung und Energie?

Die Leistung Deiner Photovoltaikanlage wird in Kilowatt (kW) bestimmt. Da sie von der Bewölkung und Höhe des Sonnenstandes abhängig ist, ändert sie sich fortlaufend. Für den Ertrag wird die Leistung mit der Zeit multipliziert: Eine Leistung von zehn Kilowatt über zwei Stunden hinweg ergeben 20 kWh Ertrag. Wenn Du die erzeugte Energie berechnen willst, geht das ganz einfach: Eine Kilowattstunde sind 3.600 Kilojoule.

Welcher Ertrag kann erzielt werden?

Auch wenn sich das Kilowatt Peak nicht unmittelbar in Kilowattstunden umrechnen lässt, kann die Nennleistung der Photovoltaikanlage für den Quadratmeter angenähert überschlagen werden. Die Angaben des Herstellers rechnest Du zunächst auf einen Quadratmeter um und multiplizierst diesen Wert mit der bei Dir vorhandenen Fläche des Daches.

Damit ermittelst Du die Nennleistung, die Du auf Deinem Dach erreichen kannst. Allerdings ist das die maximal erreichbare Leistung, ohne Berücksichtigung des Wirkungsgrades des Wechselrichters oder der Leitungsverluste. In den entsprechenden Tabellen suchst Du Deinen geografischen Standort. Dort findest Du Angaben zur Höhe der Leistung an Deinem Wohnort.

Wenn Du diesen Betrag mit der Lebensdauer der Module multiplizierst, erhältst Du den Gesamtertrag der Solaranlage, den Du erwarten kannst. Diesen Wert kannst Du mit den Kosten der unterschiedlichen PV-Module vergleichen und weißt dann, was Deine Kilowattstunde Strom kostet.

Welche Preise pro Kilowatt Peak Nennleistung kannst Du rechnen?

Die Preise für Photovoltaikanlagen sinken seit Jahren kontinuierlich. Deshalb sind heute aktuelle Zahlen schnell veraltet. Dünnschichtmodule kosten aktuell zwischen 750 und 1.250 € je Kiowatt Peak und sind damit etwas günstiger als kristalline Solarmodule, die zwischen 1.100 und 1.500 € je Kilowatt Peak kosten. Allerdings benötigen die Dünnschichtmodule dafür mehr Fläche für die gleiche Leistung.

Was sind realistische Werte und welche Modulfläche ist erforderlich?

Pro benötigten 1.000 kWh Strom jährlich musst Du mit mindestens einem Kilowatt Peak Photovoltaik rechnen. Mit den Modulen, die wir bei EIGENSONNE verbauen, brauchst Du etwa sechs Quadratmeter Fläche um ein Kilowatt Peak zu erreichen.

Wie kann ich Vergleiche anstellen?

Die Hersteller müssen ihren Photovoltaikanlagen Datenblätter beilegen. Anhand der dort angegebenen Werte und Preise können die Anlagen miteinander verglichen werden.

Fazit

Wie viele und welche Module und damit auch wie viel Leistung Deine Photovoltaikanlage benötigt, hängt ganz von Deinem persönlichen Stromverbrauch und der Lage Deines Hauses ab und kann deshalb nicht pauschal beantwortet werden.

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