Nieder mit den Klischees: Frauen rocken Sales & Technik!

Im heutigen Interview mit unserer Head of Sales, Linda Heinisch, wagen wir einen Ausblick auf das Jahr 2022. Dabei werfen wir auch einen genaueren Blick auf die vielfältigen Rollen und Möglichkeiten von Frauen im Vertrieb allgemeinen und bei EIGENSONNE im Besonderen. Und ein paar uralte Klischees räumen wir dabei auch noch aus dem Weg.


Liebe Linda, Du bist seit Anfang 2021 Head of Sales bei EIGENSONNE. Was gehört alles zu Deinem Verantwortungsbereich?

Ich verantworte unseren digitalen Vertrieb mit einem Team von 16 Leuten. Ich beschäftige mich zu einem großen Teil mit Führungsthemen, also persönliche Entwicklung meiner Mitarbeiter*innen sowie auch der Sicherstellung bzw. Steigerung der Performance im Sales. Ich sorge also dafür, dass meine Mitarbeiter*innen alles haben, was sie brauchen, um ihren Job bestmöglich machen zu können. Meine Aufgabe ist auch, Erwartungen der Geschäftsführung zu diskutieren und Entscheidungen ans Team zu tragen, sowie andersrum Bedürfnisse vom Team in andere Bereiche zu kommunizieren. Ich agiere also sozusagen als Schnittstelle zum Rest des Unternehmens. Durch unsere komplexe Wertschöpfungskette gibt es viel Abstimmungsbedarf.

Die Energiewende gewinnt an Fahrt und EIGENSONNE wächst sehr stark. Wie wird sich das in diesem Jahr auf Deinen Arbeitsbereich auswirken?

Wir planen in 2022 eine Verdopplung des Sales-Teams bei einer Verdreifachung der Aufträge. Das bedeutet, dass ich ganz viele tolle Leute für mein Team suche. Die wollen wir dann schnell und gut einarbeiten, während wir gleichzeitig unsere Prozesse und Produkte weiter vorantreiben werden. Dabei wird es auf jeden Fall eine Herausforderung bleiben, Skalierung zu ermöglichen, ohne gutes, menschennahes Leadership zu vernachlässigen. 

Wie findest Du unter den Bewerberinnen und Bewerbern die richtigen Leute für Dein Team?

Es hat mich eine Weile gekostet, zu verstehen, dass mein Bauchgefühl hier eine wichtige Rolle spielt und auch spielen darf. Fachliche Kompetenz allein reicht nicht aus, wenn man eine Vision wie die unsere hat. Um so viele Dächer wie möglich mit einer maßgeschneiderten Photovoltaikanlage zu belegen, brauche ich Leute, die nicht nur „das Nötigste“ machen, sondern proaktiv Lösungen suchen. Bei uns darf und soll sich jede*r mit einbringen, um uns als Gesamtunternehmung besser zu machen. Daher leiten mich beim Recruiting so Fragen wie „Will ich in diesen Menschen meine Zeit und Energie investieren?“ und „Welchen Mehrwert bringst Du in unser Team?“. Ich schaue auch darauf, dass die Persönlichkeiten sich ergänzen und lehne Einzelkämpfer-Mentalitäten ab. Bisher habe ich hierbei größtenteils ganz gute Menschenkenntnis bewiesen 🙂 

Bewerben sich viele Frauen auf unsere freien Stellen im Vertrieb?

Nicht so viele, wie ich mir wünsche. Rund 85% der Bewerbungen im Sales kommen von Männern.

Warum denkst Du, zögern viele Frauen, sich für den Vertrieb zu bewerben? 

Die Frage habe ich mir schon oft gestellt. Ich vermute hier spielen verschiedene Faktoren, die mit Stereotypen zu tun haben, eine Rolle: Zum einen ist die Photovoltaikanlage ein sehr technisches Produkt, von dem einige vielleicht befürchten, es sei zu komplex für sie. Der Vertrieb allgemein hat auch den Ruf einer Ellenbogen-Mentalität mit sehr kompetitiven Aspekten. Die Stellen sind einfachheitshalber außerdem meist als Vollzeitstelle ausgeschrieben. Das sind so drei Faktoren, die vielleicht eher Männer anziehen beziehungsweise Frauen davon abhalten, sich als Sales Managerin zu bewerben.

Aber die Stellen sind auch als Teilzeitstellen denkbar?

Absolut, ich biete auch gerne die Möglichkeit an, ab 30 Stunden die Woche mit anzupacken. Weniger Stunden haben wir mal ausprobiert, aber man verpasst dann einfach zu viel von dem, was am Markt und in unserem Portfolio passiert. Es sind aber fünf kürzere Tage oder vier Tage möglich – was auch schon von zwei Mitarbeiter*innen in meinem Team genutzt wird. 

Siehst Du einen Unterschied in der Arbeit oder dem Erfolg im Vertrieb zwischen Männern und Frauen?

Eigentlich nicht, die mittel- und langfristigen Erfolge liegen sehr nah beieinander. Ich stelle aber immer mal fest, dass Frauen sich scheinbar leichter mit dem Einstieg tun, wo es erstmal darum geht, ein Gefühl für unsere Kundschaft zu entwickeln, selbst wenn sie technisch noch nicht alles bis ins Detail verstanden haben sollten. Unsere männlichen Neuankömmlinge haben dagegen häufig an sich den Anspruch, erstmal das Produkt vollumfänglich zu greifen, was den Einstieg in die Gespräche etwas verzögert. Mit der Zeit gleicht sich das aber an. 

Und wie sieht die Realität bei EIGENSONNE für Frauen im Vertrieb aus?

Sehr sonnig 🙂 Das Team-Gefüge ist meiner Meinung nach außergewöhnlich stimmig und der Zusammenhalt stark. Frauen werden im Team  natürlich genauso an- und aufgenommen, wie Männer. Bei so unterschiedlichen Persönlichkeiten, wie man sie bei uns findet, schauen wir alle vor allem darauf, was jemand ins Team einbringt. Ganz selten kommt es mal vor, dass ein männlicher potenzieller Kunde eine unserer Fachberaterinnen nicht ganz für voll nimmt, aber diese Spezies Mann stirbt zum Glück so langsam aus 😉

Was macht EIGENSONNE noch zu einem guten Arbeitgeber für Frauen, die in den Sales wollen?

Wir bieten flexible Arbeitszeiten zwischen 8:00 und 20:00 Uhr und Verträge schon ab 30 Stunden die Woche, sodass der Job auch den Ansprüchen von Eltern gerecht wird. Wir alle haben zudem 6 Wochen Urlaub im Jahr. 

In unserem Team treffen Weltverbesserer auf Technik-Nerds und kreative Chaot*innen –  jede*r darf sein, wie er*sie möchte. Ich selbst gebe viel Vertrauen ins Team und die eigene Arbeitseinteilung. Darüber hinaus wächst EIGENSONNE schnell und in alle Richtungen. Dadurch bieten wir ein fruchtbares Umfeld für die persönliche Um- und Weiterentwicklung. Natürlich schaue ich auch als Führungskraft darauf, dass alle die gleichen Chancen haben, aber das gehört für mich sowieso zur Selbstverständlichkeit.

Ist ein erfolgreicher Quereinstieg in den Sales bei EIGENSONNE möglich?

Absolut. Mittlerweile sind die meisten bei uns Quereinsteiger*innen. Aus den ersten Tagen von EIGENSONNE sind noch einige Ingenieure der erneuerbaren Energien an Bord, aber seither ist ein bunter Blumenstrauß an Erfahrungen dazugekommen: Menschen mit Hintergrund in den Kultur- und Geisteswissenschaften, Hotellerie und Gastronomie oder der Modebranche. Natürlich kommen viele auch zu uns mit Vorerfahrung im Vertrieb, aber durch unser eng betreutes Onboarding versanden diese „Vorsprünge“ schnell. Es muss niemand Angst haben, abgehängt zu werden. Manchmal erweist es sich sogar als Vorteil, wenn man völlig unvoreingenommen in diese Tätigkeit reingeht. Grundsätzlich ist natürlich Freude an der Kommunikation und die Fähigkeit zur Selbstreflexion ein wichtiger Grundstein für einen Job im Vertrieb. Alles andere kann man lernen. 

Gab es für Dich selbst einen Aha-Moment in Deiner Karriere, der Deinen Weg geprägt hat?

Hm, da gab es sicher einige. Ich glaube, wenn wir von Karriere sprechen, wäre das vor allem die Erkenntnis, dass diese heutzutage nicht mehr linear läuft und dass ein „roter Faden“ im Lebenslauf eher von Kreativlosigkeit zeugt, als dass er einem bei der Jobsuche hilft. In der heutigen Arbeitswelt ist vor allem eine gewisse geistige Flexibilität und die Fähigkeit zur Selbstinnovation gefragt. Selbstinnovation bedeutet für mich die Bereitschaft, sich auch selbst immer weiter zu entwickeln, sich neu zu erfinden. Das ist auch gut für EIGENSONNE als Arbeitgeber, denn wir sind alle Teil einer gemeinsamen Evolution. Neugierde und Wissensdurst stehen nicht mehr für die Gefahr, eine*n Mitarbeiter*in zu verlieren, sondern für die Chance, neue Themen voranzutreiben. 

Was ist Dein bester Rat für Frauen, die im Vertrieb durchstarten wollen?

Traut Euch einfach! Wir sind keine Ärzte – es stirbt also niemand, wenn wir mal einen Fehler machen. In Aussicht steht dagegen ein sehr bereichernder Job, in dem Fähigkeiten erlernt werden können, die in allen Lebensbereichen Anwendung finden. Ich bin überzeugt davon, dass viele Probleme der heutigen Zeit gelöst oder zumindest geschmälert werden könnten, wenn wir alle besser kommunizierten.


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