Wie Sie Ihr Elektroauto zuhause laden

Wer sich ein Elektroauto zulegt, möchte dieses natürlich am liebsten ganz bequem von Zuhause laden, ohne ständig eine „Tankstelle” für sein Auto suchen zu müssen.

Am einfachsten ist es, sein Auto über Nacht zu laden, wenn man es meist ohnehin nicht benötigt. Da nicht jeder eine Ladestation in unmittelbarer Nähe hat und sein Auto für den Ladevorgang über Nacht extra dorthin fahren kann, wird gerne auf die Möglichkeit, das Auto in der eigenen Garage zu laden, zurückgegriffen.

Wallbox oder Steckdose?

Das Auto an der Steckdose zu laden sollte eher eine Notlösung sein. Es ist zwar möglich, dauert allerdings durch die geringe Leistung recht lange und stellt eine hohe Belastung für Ihre Steckdose und Stromleitung dar. Bis ein Auto an einer normalen Steckdose geladen ist, vergehen je nach Modell des Autos ca. 10 Stunden in denen die Steckdose dann im Dauerbetrieb ist. Das sollte möglichst vermieden werden, da unter Umständen Kabel überhitzen können und diese eine mögliche Brandquelle darstellen.

Die gängigste Lösung dafür ist eine Wallbox. Diese wird meist in der Garage an der Wand installiert, um das Auto dort bequem zu laden. Eine Wallbox bietet vor allem den Vorteil, dass das Auto recht schnell geladen wird, da sie mit einer Leistung von bis zu 22 kW arbeitet. Preislich liegen die Boxen bei 300€ aufwärts, wobei, gerade bei den günstigeren Angeboten, darauf geachtet werden sollte, dass nicht an der Sicherheit gespart wird.

Welche Leistung brauche ich, um mein Auto zu Laden?

Wenn Sie sich für eine eigene Wallbox entschieden haben, bleibt immer noch die Frage, welches Modell Sie überhaupt brauchen. Grundsätzlich richtet sich die Wahl nach dem Auto, welches Sie laden möchten. Für einen Plug-in-Hybriden reicht beispielsweise schon eine Wallbox mit einer geringen Leistung von 3,7 kW, da hier die Ladeleistung niedrig ist und somit Schnellladen ohnehin nicht möglich ist.

Viele reine Elektroautos laden mit einer Leistung von 11 kW.

Eine Leistung von 22 kW, um das Auto möglichst schnell zu laden, ist nicht bei jedem Auto nötig und vor allem oft auch gar nicht möglich. Deshalb sollte zuerst geprüft werden, mit welcher Leistung Ihr Auto geladen werden kann und soll.

Was kostet das Laden zuhause?

Wie viel das Laden zuhause kostet, hängt davon ab, wie viel Sie grundsätzlich für Ihren Strom bezahlen und wie viel Strom Ihr Auto verbraucht. Der Verbrauch der meisten Autos liegt zwischen 15 und 20 kWh/100 km, bei höherer Leistung aber auch deutlich darüber. Es lohnt sich also einmal zu schauen, wie viele Kilometer man im Jahr durchschnittlich fährt und was das eigene Auto verbraucht. So kann man sehen, wie viele kWh man also zusätzlich zu seinem normalen Stromverbrauch jährlich rechnen sollte, um sein Auto zuhause zu laden.

Um trotzdem eine grobe Vorstellung von der ungefähren Größenordnung zu bekommen, hier zwei Beispielrechnungen:

Ein VW e-Golf verbraucht laut ADAC Ecotest 17,3 kWh/100 km. Bei Kilometerleistung von 10.000 km pro Jahr läge der Strombedarf des Autos bei 1.730 kWh. Bei einem aktuellen Strompreis von rund 0,30€/kWh wären das jährlich zusätzliche Stromkosten in Höhe von ca. 519€.

Zum Vergleich verbraucht ein Tesla Model X 100D 24,0 kWh/100 km. Bei einer deutlich höheren jährlichen Kilometerlaufleistung von 25.000 km läge dort der Stromverbrauch bei 6.000 kWh. Hier würden die zusätzlichen Kosten ca. 1.800€ betragen.

Sie sehen also, es lohnt sich, vorher einmal eine grobe Rechnung anzufertigen, um einen Überblick über die anfallenden Kosten zu haben.

Das Auto über die Photovoltaikanlage laden

Gerade bei einem deutlich erhöhten Stromverbrauch durch das Laden eines Autos, kann es sich lohnen, den Strom über eine eigene Photovoltaikanlage  zu beziehen, um seine Kosten für den benötigten Strom möglichst gering zu halten. Da sich die Größe der Anlage und eventuell auch die des Speichers vor allem nach dem jährlichen Stromverbrauch richten, ist es von Vorteil, gleich im Planungsprozess den Wunsch des Ladens seines Autos von zuhause aus mit einzubeziehen.

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