Einspeisevergütung 2021: wie viel bekommen Sie für Ihren Strom?

Artikel aktualisiert am 06. April 2021

Als im Jahr 2000 die Einspeisevergütung Spitzenwerte von über 50 Cent pro kWh bot, konnte man mit einer eigenen PV-Anlage auf dem Dach gute Gewinne erzielen. Damals war es sogar profitabler, den selbsterzeugten Strom zu verkaufen und weiterhin den damals noch kostengünstigen Strom vom Stromanbieter zu beziehen.

Doch die Zeiten ändern sich. Zum einen ist die Technik günstiger geworden, zum anderen ist aber auch die Höhe der Einspeisevergütung enorm gesunken. Richtig Gewinn machen, lässt sich mit der Einspeisevergütung für Photovoltaik im Jahr 2021 nicht mehr. Solaranlagenbetreiber, die aus finanziellen Motiven handeln, achten inzwischen darauf, ihren Eigenverbrauchsanteil möglichst hoch zu halten. Denn nun geht es darum, am Verbrauch des teuren Netzstroms zu sparen.

Aber es gibt sie auch 2021 noch – die Vergütung für den eingespeiste Strom. Lesen Sie hier, genau die Einspeisevergütung ist und wie hoch diese aktuell ist.

Was ist die Einspeisevergütung?

Es handelt sich um eine Vergütung für den Strom, den der Betreiber einer Photovoltaikanlage, einer Windkraftanlage, einer Wasserkraftanlage oder einer Geothermieanlage in das öffentliche Stromnetz einspeist. Die Chancen stehen gut, dass ein Betreiber eine Einspeisevergütung erhält, denn nur in wenigen Fällen wird er allen Strom, den er mit seiner Anlage erzeugt, allein verbrauchen.

Der Gesetzgeber hat die Einspeisevergütung im Jahr 2000 mit dem Ziel eingeführt, alternative Energien auf dem Markt zu etablieren, die ohne Unterstützung noch nicht konkurrenzfähig sind. Sie wird dem Solaranlagenbetreiber ab dem Monat gewährt, in dem die Anlage in Betrieb genommen wird und wird ihm für 20 Jahre in unverändertem Kilowattstundenpreis ausgezahlt. Im Allgemeinen sinkt sie jedoch kontinuierlich. Das heißt, je später eine Photovoltaikanlage ans Netz geht, desto geringer ist die Einspeisevergütung pro Kilowattstunde Strom, die dem öffentlichen Stromnetz zugeführt wird. Dieser Prozess wird Degression genannt.

Höhe der Einspeisevergütung: Wonach richtet sie sich?

Am 1. August 2014 kam es zu einer Novelle des Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien. Es wurde eine monatliche Kürzung der Solarförderung beschlossen. So betrug die Basisdegression ab diesem Zeitpunkt nicht mehr 1 Prozent, sondern lediglich 0,5%, seit Februar 2021 sogar nur noch 0,4 %. Dieser Wert wird immer quartalsweise festgelegt. Die tatsächliche Degression richtet sich ausgehend vom Basissatz danach, wie viel Photovoltaikleistung in den vorherigen Jahren installiert wurde. So liegt die aktuelle Degression zum Beispiel bei 1,4 Prozent, also über der Basisdegression, weil der Zubau im Bezugszeitraum der Degressionsberechnung  (vorherige 12 Monate) um mehr als 1.000 MW über dem Referenzwert von 2.500 MW liegt.

Die aktuelle Höhe der Einspeisevergütung gibt die Bundesnetzagentur bekannt, bei der auch alle neu installierten Photovoltaikanlagen gemeldet wurden. 

So hat sich die Höhe der Einspeisevergütung in den vergangenen 20 Jahren entwickelt:

Einspeisevergütung: Historische Entwicklung der letzten 20 Jahre

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2021?

Die Höhe der Einspeisevergütung, die Ihnen zusteht, lässt sich leicht berechnen. Der Gesetzgeber regelt klar, wie hoch die Vergütungssätze sind. Dabei muss unterschieden werden zwischen Dachanlagen bis 10 kWp, Dachanlagen bis 40 kWp und Dachanlagen zwischen 40 und 750 kWp

Aktuell (April 2021) gelten folgende Vergütungssätze:

  • Dachanlagen bis 10 kWp: 7,81 Cent / kWh
  • Dachanlagen bis 40 kWp: 7,59 Cent / kWh
  • Dachanlagen von 40 bis 750 kWp: 5,95 Cent / kWh
Tabelle Entwicklung der Einspeisevergütung 2021

Einspeisevergütung und EEG-Umlage

EEG ist die Abkürzung für Erneuerbare Energien Gesetz. Dieses Gesetz wird auch als Gesetz zur Förderung des Ausbaus Erneuerbarer Energien bezeichnet.

Die Einspeisevergütung ist der Preis, für den der Netzbetreiber den erzeugten Solarstrom abkaufen muss. Dieser Preis ist für den Netzbetreiber meist höher, als der Absatzpreis am Strommarkt. Deshalb wurde die EEG-Umlage eingeführt. Damit die Netzbetreiber keine Verluste durch die Abnahme der erzeugten Photovoltaik-Energie machen, muss die Differenz zwischen dem Einkaufs- und dem Verkaufspreis ausgeglichen werden. Dies geschieht über die EEG-Umlage, die die Stromkunden zahlen. Die Höhe der EEG-Umlage wird jedes Jahr zum 15. Oktober neu festgelegt.

Weitere Informationen zur EEG Umlage finden Sie hier.

Gibt es auch eine Vergütung für den Eigenverbrauch?

In der Zeit von 2009 bis 2012 wurde eine Einspeisevergütung für den Eigenverbrauch gezahlt. Sie war vergleichsweise hoch und konnte am Anfang sogar bei 25 Cent pro Kilowattstunde liegen. Seit dem April 2012 gibt es diese Form der Einspeisevergütung für Photovoltaik nicht mehr. Der Grund ist, dass der Gesetzgeber davon ausgeht, dass die meisten Anlagen inzwischen so rentabel arbeiten, dass die Anlagenbetreiber auch dann sparen können, wenn sie für ihren Eigenverbrauch keine Einspeisevergütung mehr erhalten.

Wie erhalte ich die PV Einspeisevergütung?

Die wichtigste Voraussetzung, um eine Einspeisevergütung zu erhalten, ist die Meldung der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage, die bei der Bundesnetzagentur zu erfolgen hat. Die Auszahlung der Einspeisevergütung übernimmt der lokale Stromnetzbetreiber, in dessen Netz der von der Photovoltaikanlage erzeugte Strom eingespeist wird.

Ihre PV Einspeisevergütung läuft aus, was nun?

Auch wenn Sie die Einspeisevergütung nicht mehr erhalten, weil die 20 Jahre vergangen sind, bedeutet das nicht, dass Sie für Ihren überschüssigen Strom gar keine Vergütung mehr erhalten können. Die Anlage kann auch nach den 20 Jahren weiterhin am Netz bleiben und Ihnen bleiben zwei Möglichkeiten, Ihren Strom zu Geld zu machen: 

  • Sie können Ihren Strom direkt zu Marktpreisen verkaufen
  • Sie verkaufen an einen Dienstleister. 

Bei der ersten Variante wären Sie selbst Energieversorger, was mit einem gewissen Aufwand und einigen Pflichten verbunden ist. Im anderen Fall können Sie den Strom beispielsweise an Ihre örtlichen Stadtwerke oder andere Stromanbieter verkaufen, die diesen dann als grünen Strom weiter vertreiben.

Solaranlage verkaufen: was passiert mit der Einspeisevergütung?

Im Allgemeinen kann die Zahlung der Einspeisevergütung fortgeführt werden, wenn der Betreiber wechselt. Dazu müssen allerdings verschiedene Bedingungen erfüllt sein. So ist es dringend nötig, dass der Wechsel des Betreibers der Bundesnetzagentur angezeigt wird. Neben der Meldung wird eine Erklärung zur Übertragung, ein Abrechnungsformular, ein Umsatzsteuerausweis für den Einspeiser sowie eine Erklärung zum Selbstverbrauch benötigt. Nach der Übergabe wird die Einspeisevergütung erst dann an den neuen Betreiber ausgezahlt, wenn alle Formalitäten geregelt sind.

Fazit

Die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom stellte in den vergangenen 20 Jahren einen guten Anreiz für private Haushalte dar, eine Photovoltaikanlage zu installieren. So konnte der produzierte Ökostrom entweder selbst genutzt und/oder teilweise in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Durch die Zahlung einer zu Beginn recht hohen Einspeisevergütung war dies sehr lukrativ. Inzwischen geht die Tendenz jedoch immer mehr zum Eigenverbrauch und heutige Anlagen rechnen sich bereits auch ohne die Vergütung.

Sie möchten auch wissen, ob sich Solarstrom vom eigenen Dach lohnen würde? Lassen Sie sich von unseren Solarexperten ein unverbindliches Angebot erstellen und die Höhe Ihrer potenziellen Einspeisevergütung berechnen.

Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt?
Sind Sie Eigentümer des Hauses?
Ist Ihr Haus ein Reihenmittelhaus?
Welche Dachform hat Ihr Haus?
Wie alt ist ihr Dach?
Wie viel freie Dachfläche haben Sie ungefähr zur Verfügung für die Solaranlage?
Möchten Sie Ihre Solaranlage lieber kaufen oder mieten?

Ihr Ersparnispotenzial mit einer Solaranlage wird geprüft.

Glückwunsch, Ihr Ersparnispotenzial ist sehr hoch.
Mit einer Solaranlage können Sie bis zu xx.xxx sparen.

Wir brauchen noch Ihre Kontaktdaten, um Ihnen Ihre individuellen Ergebnisse sofort zu senden:

Wir nutzen Ihre Daten nur zur Angebotserstellung oder Auftragserfüllung und geben sie nicht an Dritte weiter.

Mit Klick auf (Kostenlose Ergebnisse erhalten) erkläre ich meine Einwilligung in die Verarbeitung der von mir angegebenen Daten durch die EIGENSONNE GmbH. Ich willige ein, dass EIGENSONNE mir telefonisch, per SMS und / oder per E-Mail Informationen zu Solaranlagen und damit in Zusammenhang stehenden Produkte zukommen lässt. Sie können die Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft per E-Mail (an widerruf@eigensonne.de), telefonisch (unter 0800 344 36 76) oder schriftlich (an EIGENSONNE GmbH, Neue Grünstraße 27, 10179 Berlin) widerrufen.