Wie funktioniert unser Stromnetz?

Kurz erklärt: Wie funktioniert unser Stromnetz?

Mit jeder Betätigung eines Lichtschalters, wenn wir die Waschmaschine einschalten oder den Wasserkocher anstellen, verbrauchen wir Strom. Für uns ist die ständige Verfügbarkeit von Strom selbstverständlich, eine normale Gegebenheit, die wir kaum noch wahrnehmen. Um diesen Standard für alle Endverbrauchern in Europa zu gewährleisten, bedarf es einer logistischen Meisterleistung - unserem europäischen Stromverbundnetz. Aber wie genau kommt der Strom eigentlich in unsere Steckdose?

Unser Stromnetz - das Grundverständnis

Früher hieß das Stromnetz Lichtnetz, weil es Zeiten gab, in denen mit Strom ausschließlich Glühbirnen betrieben wurden. Heute ist unsere Energienutzung vielfältiger und anspruchsvoller - deshalb hat auch unser Stromnetz im Laufe der Zeit an Komplexität gewonnen. Einfach gesagt, dient unser Stromnetz unserer Versorgung mit elektrischer Energie, also Strom. Dafür überträgt es die an verschiedenen Stellen durch Energieerzeuger produzierte Energie kilometer- und europaweit und verteilt diese an Privatkunden, öffentliche Einrichtungen, Industrie und Firmen. Das Stromnetz besteht also aus Übertragungsnetzen, Energieerzeugern und Endverbrauchern. Energieerzeuger stehen untereinander im Wirtschaftswettbewerb und konkurrieren um die günstigsten Strompreise. Deutschland ist Teil des europäischen Stromnetzes, dem größten synchronen Stromnetz der Welt, das mehr als 400 Millionen Kunden jeden Tag mit Strom versorgt.

Von der Stromerzeugung bis zur Steckdose

Energieerzeuger wie beispielsweise Kohle-, Atom-, Wasser-, Wind- und Solarstromkraftwerke erzeugen Energie, die sie dann in das Stromverbundnetz einspeisen. Es gibt vier verschiedene Spannungsebenen, deren Netze durch Transformatoren miteinander verbunden sind. Damit viele verschiedene Erzeuger ihre Energie einspeisen können, müssen sich alle an gewisse Vorgaben halten. Energieerzeuger verpflichten sich zur Einhaltung der Spannung, Frequenz, zum Engpassmanagement und zum schnellen Versorgungswiederaufbau. Der eingespeiste Strom macht sich mit einer Spannung von bis zu 110 000 Volt im Hochspannungsnetz auf die Reise zu den Mittelspannungsnetzen und der Großindustrie. Im Mittelspannungsnetz hat der Strom eine Spannung von ungefähr 20 000 Volt und wird an die mittelgroße Industrie und das Niederspannungsnetz verteilt. Mit 230 Volt kommt der Strom schließlich in der klassischen Steckdosen an. Auch die Stromfrequenz muss stimmen, in Europa sind 50 Hz Standard - d.h. dass sich 50 Mal pro Sekunde die Polarität des Wechselstroms ändert.

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