Photovoltaikanlagen unterscheidet man in netzgekoppelte Anlagen und Solar Inselanlagen. Netzgekoppelte Anlagen sind an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und erlaube die Einspeisung von eigen produzierten Solarstrom. PV Inselanlagen verbrauchen und speichern erzeugten Strom ausschließlich für den Eigenbedarf, z.B. auf Berghütten, für Laternen oder Parkautomaten. Solaranlage auf einem Wohnhaus sind fast ausschließlich netzgekoppelte Anlagen, die den folgenden Aufbau haben.

So funktioniert eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage

Bei einer netzgekoppelten Anlage wird der von den PV-Modulen erzeugte Strom über einen Wechselrichter von Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt. Welche Menge Wechselstrom durch den Wechselrichter generiert wird und wie hoch der Eigenstromverbrauch ist, wird im Hausanschlusskasten durch den Einspeise- und Bezugszähler gemessen. Nicht genutzter Strom gelangt über den Netzanschluss ins öffentliche Stromnetz oder wird in einem Energiespeicher gespeichert. Je nachdem, für welche Regelung man sich zur Einspeisung in das öffentliche Stromnetz entschieden hat, muss zusätzlich im Falle der 70% Regelung unter Umständen ein Energieflussrichtungssensor in den Aufbau integriert werden oder im Falle der 100% Regelung ein Funkrundsteuerempfänger. Beide mögliche Varianten werden ebenfalls in den Hausanschlusskasten generiert. Für die 70% Regelung reicht auch eine statische Einstellung am Wechselrichter aus.

Aufbau einer netzgekoppelten Solaranlage


So funktioniert eine PV Inselanlage

Eine PV Inselanlage hat einen ähnlichen Aufbau wie eine netzgekoppelte Anlage, allerdings keinen Netzanschluss und somit auch keine Möglichkeit, überschüssigen Strom ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen.

Der Wechselrichter wird so gesteuert, dass die Insel Solaranlage genauso viel Strom erzeugt, wie im Eigenverbrauch benötigt wird oder bis der Energiespeicher vollständig geladen ist. Inselanlagen lohnen sich also nur dann, wenn der Eigenverbrauch hoch und eine Batterie vorhanden ist. 

Vorteilhaft ist, dass man keinen Pflichten des EEG oder des Steuerrechts nachkommen muss, keine Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch zahlen muss und die Anlage auch nicht in seiner Steuererklärung erwähnen muss.


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