Autarkie – Wie unabhängig macht die PV-Anlage?

Aktualisiert am 07.06.21

Inhalt

Was bedeutet Autarkie?
Was ist eine gute Autarkiequote und wie erreicht man diese?
Wie berechnet sich die Autarkiequote?

Bei der Planung einer Photovoltaikanlage kommt man um die Worte ”Autarkie”, ”Autarkiequote” oder “Autarkiegrad” meist nicht herum.

Mit einer eigenen Solaranlage auf dem Dach ist man unabhängiger vom örtlichen Stromversorger und damit von steigenden Strompreisen – das ist zumindest das Ziel. Ist man deshalb mit Solarstrom auch automatisch autarker? Was genau heißt Autarkie eigentlich und wie grenzt sich der Begriff zum Photovoltaik Eigenverbrauch ab? Autarkie und Eigenverbrauch – diese Begriffe werden in vielen Quellen fälschlicherweise gemeinsam für ein und dieselbe Aussage genutzt, nämlich die Unabhängigkeit vom örtlichen Stromversorger. Dabei steht jeder Begriff für etwas anderes und beide müssen nicht einmal zwingend etwas miteinander zu tun haben. Steigt die Autarkiequote zum Beispiel, heißt das nicht unbedingt, dass auch der Eigenverbrauch aus der Photovoltaikanlage steigt.

Was bedeutet Autarkie?

Wenn man im Zusammenhang mit Photovoltaik von Autarkie spricht, ist damit die Unabhängigkeit vom Stromnetzbetreiber bzw. dem Stromanbieter gemeint. Je mehr Strom selbst produziert und genutzt wird, desto autarker ist man, da weniger Strom dazu gekauft werden muss. Wer all seinen Strom selbst produziert, lebt also was die Energieversorgung angeht weitestgehend autark.

So lässt sich auch ganz einfach die Autarkiequote bestimmen. Diese meint nämlich einfach den relativen Anteil vom selbst produziertem Strom am gesamten Stromverbrauch. Je höher die Autarkiequote, desto unabhängiger sind sie vom örtlichen Stromversorger und den steigenden Strompreisen.

Ist eine hohe Autarkiequote immer besser?

Nicht jede Person, die sich für eine Photovoltaik-Anlage interessiert, hat die gleichen Beweggründe dafür. Neben hoher Autarkie schaffen auch Kosteneinsparung, Umweltschutz und technische Affinität einen Anreiz zum Kauf einer Anlage.

Will man sich vor allem von steigenden Strompreisen abhängig machen, macht es erst einmal Sinn eine möglichst hohe Autarkiequote zu erreichen. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, die Anlage nicht zu Lasten der Wirtschaftlichkeit zu überdimensionieren. Mit einer größeren PV-Anlage und hoher Speicherkapazität kann zwar eine hohe Autarkiequote erreicht werden, jedoch wird so die Anlage auch teurer und rechnet sich ab einem gewissen Punkt nicht mehr. Das liegt under Anderem auch an der mittlerweile nur noch geringen Einspeisevergütung.

Deshalb sollte bei der Planung ein gutes Verhältnis zwischen Autarkie und Wirtschaftlichkeit gefunden werden, sodass Sie zwar viel Strom selbst nutzen und so nicht nur Geld, sondern auch CO2 einsparen, aber auch einen finanziellen Vorteil durch die Nutzung haben.

Der Unterschied zwischen Autarkie und Eigenverbrauch

Häufig werden diese beiden Begriffe etwas durcheinandergebracht, da sie auch eng miteinander Verbunden sind. Mit Eigenverbrauch ist der Anteil des produzierten Solarstroms gemeint, der vom Anlagennutzer selbst verbraucht und nicht eingespeist wird. Da Solarstrom vom eigenen Dach meist günstiger, als der Strom vom Stromanbieter ist, lohnt es sich möglichst viel Strom aus der PV-Anlage selbst zu nutzen. Da dies aber gerade an sehr sonnigen Tagen nicht immer möglich ist, muss der überproduzierte Strom, der dann eingespeist wird, vom gesamten Ertrag abgezogen werden.

Was ist eine gute Autarkiequote und wie erreicht man diese?

Eine gute Autarkiequote für PV-Anlagen ohne Speicher liegt bei ca. 30-40 %. Mit einem Speicher hingegen sind auch bis zu 80 % möglich. Dass diese Quoten nicht höher ausfallen, liegt meist daran, dass im Winter in der Regel nicht genug Strom produziert wird, um den gesamten Stromverbrauch zu decken und Strom in der Regel auch eher in den Abend- und Morgenstunden verbraucht wird, wenn die Anlage nicht viel produziert. In den Sommermonaten ist es aber durchaus möglich nahezu den gesamten Strombedarf mit der PV-Anlage zu decken.

Das bringt uns auch schon zu einem wichtigen Punkt. Möchte ich eine hohe Autarkiequote erreichen, ist nicht nur die richtige Dimensionierung der Anlage und ggfs. des Speichers wichtig, sondern auch mein Verbrauchsverhalten ein Stück weit an die Produktion der PV-Anlage anzupassen. Für viel Eigenverbrauch und eine hohe Autarkiequote ist es also gut, Verbraucher wie z. B. die Waschmaschine oder Klimaanlage am Tag laufen zu lassen, wenn die Anlage ohnehin viel Strom produziert.

Wie berechnet sich die Autarkiequote?

Beispiel

Herr Mustermann verbraucht im Jahr 3500 kWh Strom, produziert mit seiner Solaranlage 2500 kWh/Jahr und speist 1500 kWh/Jahr ins örtliche Stromnetz ein. Das bedeutet also, dass er 1000 kWh/Jahr für seinen eigenen Energiebedarf nutzt.


Eigenverbrauch = 1000 kWh/Jahr / 2500 kWh/Jahr = 0,4 = 40%

Autarkie = 1000 kWh/Jahr / 3500 kWh/Jahr = 0,29 = 29%.

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